Was in Kinderhirnen manchmal so vor sich geht…

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Manchmal geht das Leben schon ungewöhnliche Wege. Als ich diesen Blog eröffnete, war ich vor allem von der Angst getrieben, dass ich nicht wissen könnte, worüber ich schreiben soll, dass mir ganz schnell die Themen ausgehen könnten. Doch mittlerweile sprudelt es in meinem Kopf nur so vor Ideen. Ich weiß gar nicht, wann ich all das hier niederschreiben soll, was bisher schon so auf meiner Liste steht.

Vielleicht ist mein Blog ein wenig ungewöhnlich. Er widmet sich weder einem speziellen Thema, noch ähnelt er den anderen Blogs, die vorrangig als öffentliche Tagebücher fungieren. Auch haben meine Beiträge nicht die übliche Länge, sondern ufern nicht selten in halbe Romane aus. Dass dadurch ständig das Damokles-Schwert über mir hängt,  meine Leser abzuschrecken oder zu langweilen, ist mir bewusst.
Meine ursprüngliche Intention lag darin, mehr und mehr Schreiberfahrung zu erlangen und an meinem Schreibstil zu feilen. Das trifft auch noch immer zu, aber ich gebe zu, dass dieser Blog mittlerweile eher zu einer Spielwiese für mein unbändiges Mitteilungsbedürfnis geworden ist. Alles was mir irgendwie und irgendwann so durch den Kopf geht, erweckt in mir zeitgleich das Bedürfnis, es hier zu verewigen.

So findet auch mein momentaner Gedanke seinen Weg in dieses kleine Blöglein. Ich habe gerade, wohl zum fünfundzwanzigsten Mal, den wunderbaren Film „Meuterei auf der Bounty“ mit meinem geliebten Marlon Brando gesehen. Macht euch schon mal auf eine weitere endlose Liebeserklärung gefasst. 😉

Der Film spielt in den Jahren 1787-1790 und wurde 1962 gedreht. Und während ich gerade den Film genoss, erinnerte ich mich schmunzelnd daran, dass ich in meiner Kindheit, als ich weder Ahnung vom Leben noch vom Filmgeschäft hatte, immer glaubte, alle Filme seien in der Zeit gedreht worden in der sie spielen. Das führte gleichzeitig zu der Annahme, dass der Mensch schon seit ungefähr 500 Jahren Filme dreht. Seltsamerweise war mir dennoch bewusst, dass es sich um Schauspiel handelt. Als Kind habe ich die Serie „Unsere kleine Farm“ geliebt. Die Geschichte der Serie beginnt ca. im Jahre 1873 und wurde 1974-1983 gedreht. In der Zeit in der ich die Serie verfolgte, glaubte ich zwar nicht unbedingt sie wäre 1873 gedreht worden, weil mir gar nicht bewusst war, wann die Serie spielen sollte, sondern glaubte, dass man in Walnut Grove, Amerika, immer noch so rückständig lebt, sich mit Pferd und Wagen fortbewegt und zu Sechst auf 30m² lebt. Weiß der Henker, was damals in meinem Kopf vorging.
Dieser sehr lustige Gedanke erinnerte mich wiederum daran, dass auch mein Vater in seiner Kindheit einem sehr lustigen Irrglauben aufgesessen war. Immer wenn in einem Film jemand erschossen oder anderswie ermordet wurde, war er davon überzeugt, dass man für diese Rollen Verbrecher engagiert hatte, die eh die Todesstrafe hätten bekommen sollen, um diese dann vor der Kamera zu vollstrecken. Man hätte ja schlecht gute und unschuldige Menschen für einen Film erschießen können. 😀

Nun frage ich Euch:
Welchen seltsamen Irrglauben seid Ihr in Eurer Kindheit auf den Leim gegangen? Dabei ist es völlig egal, ob es sich auf Filme oder ganz andere Lebensbereiche bezieht. Wovon wart Ihr als Kind felsenfest überzeugt, von dem Ihr heute wisst, dass es absoluter Nonsens ist? Von Weihnachtsmann und Osterhase möchte ich hier allerdings nichts hören…
Ich freue mich sehr auf Eure Kommentare!!!

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  1. Als ich die Filme Der Tiger von Eschnapur und das Indische Grabmal sah- es gab noch keinen Farbfernseher,gab es in einem der beiden Filme eine Erdbebenszene. Die Menschen fielen in Erdspalten, die sich hinter ihnen wieder schlossen. Ich dachte damals, dass sie dort weiterleben und habe mich gefragt, wie sie wohl von ihren Familienernährt würden, denn sonst müßten sie ja verhungern. Das hat mich damals schwer beschäftigt. Ob die Erdbebenszene im Tiger oder im Indischen Grabmahl zu sehen war, weiß ich nicht mehr- es ist ja mehr als 40 Jahre her und ich habe den Film seither nicht mehr gesehen.

    • Mann-o-Mann, das liefert mir ja fast eine Idee für eine Geschichte…
      Sehr süße Vorstellung. Obwohl ich zugeben muss, dass ich allein beim Lesen des Titels „Der Tiger von Eschnapur“ schon ziemlich lachen musste.

      • Der Film war und ist ein echter Klassiker. Solltest du dir m al ansehen. Und keine Sorge, brauchst niemanden zu füttert- in Erdspalten kann man ja gar nicht leben… Oder jedenfalls nicht lange oder selten, na gut vielleicht geht es ja doch oder überhaupt nicht? Ja, wir Kinder der 60er hatten ein sonniges Gemüt.

  2. Hmmm…. Ich habe damals die „Unendliche Geschichte“ gesehen und anschließend habe ich geglaubt, dass jedes Buch, das ich lese, irgendwo auf der Welt wahr wird. Deshalb hatte ich eine ganze Zeit totale Angst vor dem Lesen. Okay, ich gebe es zu. Ich war ein ziemlich dummes Kind.
    🙂

    • Wie süüüüß! 😉
      Das halte ich wirklich für einen grandiosen Irrglauben! Und mach Dir mal keine Sorgen Schnuggi, dafür bist ein um so klügerer Erwachsener geworden…

  3. Ich danke Dir, meine Liebe. 🙂 Um es schon mal anzukündigen: Du wirst in den nächsten Tagen eine Einladung erhalten. Ich feiere am 18.06. abends bei mir daheim meinen (das mag ich gar nicht laut sagen oder gar niederschreiben) DREISSIGSTEN Geburtstag. Und da brauche ich jede moralische Unterstützung. Denn das zeigt, wie lange das Kinderhirn schon nicht mehr so tickt wie damals. 😦

  4. Hi, nur schnell mal wegen der Länge der Texte: Finde ich überhaupt nicht abschreckend, ganz im Gegenteil, es ist ja so, daß man zu selten ausführlich ausdifferenzierte Gedanken liest und da tut es ganz gut, auch mal zu sehen, daß jemand auch mal länger laut nachdenken kann – es macht Spaß, den Gedankengängen einfach mal zu folgen.
    Einen Tip hätte ich aber: Die Laufweite der Textblöcke ist etwas anstrengend zu lesen, wahrscheinlich hast Du die Schriftgröße des Templates verringert, was ok ist aber dann müsstest Du die Gesamtbreite des Textblockes auch noch ein Stück schmaler setzen. Dann werden die Texte egal bei welcher Länge auch gut lesbar.

    • Hallo Jens, ich freue mich sehr über Deinen Kommentar. Ich hoffe, Du hast meine Verlinkung auf Deinen Blog mit einem Augenzwinkern aufgenommen und nicht böse verstanden. 😉
      Das von Dir angesprochene Problem, ist eines mit dem ich mich hier schon seit Wochen herumplage und für das ich die ultimative Lösung noch nicht gefunden habe. Da dies ein kostenloser WordPress Blog ist, der nicht auf meinem eigenen Server liegt (habe nämlich keinen) bin ich auf die wenigen Layout-Vorlagen angewiesen, die WordPress mir bietet. Hinzu kommt, dass ich die CSS-Codes in diesem kostenlosen Blog nicht verändern kann. Es gibt natürlich Layout-Vorlagen mit fester Breite (die sind dann wesentlich schmaler als hier), aber die kranken dann wieder an anderen Stelle, lassen weniger Widgets in der Sidebar zu oder gefallen mir optisch einfach nicht. Dieses Layout gefällt mir, bis auf die flexible Breite, die sich eben an die jeweiligen Bildschirme anpasst. Auf modernen Breitbildmonitoren sieht das Ganze dann nochmal etwas blöder aus. Ich selber habe einen schmalen Monitor, da geht es noch halbwegs. Am liebsten wäre es mir, wenn die Textlaufweite nicht breiter wäre, als z.B. die eingefügten YouTube-Videos.
      Wenn ich für mich feststelle, dass ich das Blogging intensiver und professioneller weiter betreiben möchte, werde ich mir aber irgendwann auch mal einen eigenen Server zulegen und dann habe ich auch völlig anderen Einfluss auf die Optik, bzw. noch ein paar hundert Layouts mehr zur Auswahl.

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