Gedanken zu „Martyrs“

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Titel: Martyrs | Martyrs
Regie: Pascal Laugier
Jahr: 2008
Produktionsland: Frankreich
Genre: Horror / Gore
Farbe

Wie im letzten Artikel berichtet, habe ich von einem Freund den Film Martyrs geschenkt bekommen. Ich habe ihm versprochen, mich zu dem Film zu äußern, was ich hiermit tue. Ich sage es gleich vorab, dies wird keine Kritik, wie ich sie z.B. für Inside geschrieben habe. Jeder der des Googelns mächtig ist, wird alle Informationen zu dem Film finden, die er braucht. Kritiken, Zusammenfassungen und unzählige(!) Warnungen sich diesen Film vielleicht doch besser nicht anzusehen.

Bevor ich auf den eigentlichen Film zu sprechen komme, kurz ein paar Worte zu der 2-Disc-Special-DVD, die ich von meinem Freund geschenkt bekommen habe. Die DVD enthält viele sehr spannende Extras, ein einstündiges Making-of und Interviews mit Regisseur und dem Special-Effects-Mann (der sich leider ein halbes Jahr darauf das Leben nahm).
Zugegebenermaßen raubt das Making-of ein wenig die Illusion, denn natürlich sind all die „schlimmen“ Effekte nichts weiter, als wahnsinnig gute, aber gänzlich unschockierende Handwerkskunst. Wirklich beeindruckt hat mich die Darstellerin des „Dämons“. Ihre grotesken Verrenkungen entspringen keiner hochmodernen CGI-Technik. Stattdessen engagierte man eine Kontorsionistin, die all die Bewegungen tatsächlich selber ausführt. Großartig!
Überrascht war ich vom Regisseur, der in keinster Weise der durchgeknallte Irre ist, wie man sie hinter Horrorfilmmachern gemeinhin erwartet. Ganz im Gegenteil zu den Machern von Inside, die sich selber so unsagbar geil finden, dass sie ihr Splatterwerk sogar bedenkenlos einem achtjährigen Kind zugemutet hätten.

Nun aber zum eigentlichen Film. Filmstarts.de schrieb dazu, Zitat:

Vor allem unsere französischen Nachbarn empfehlen sich seit einiger Zeit als Experten für grimmigen Realo-Horror. Ob nun Alexandre Ajas High Tension, die degenerierte Nazifamilie in Frontier(s) oder der Schwangerschafts-Schocker Inside – jedes Mal versprechen uns die Macher, dass das aber nun wirklich „der härteste Film aller Zeiten“ sei, der Dinge zeige, die man so vorher noch nicht gesehen hat und ganz sicher auch nicht wieder vergessen werde und überhaupt, bla bla bla, schon klar. Letztendlich konnten auch die jungen französischen Wilden ihre vollmundigen Versprechen nur bedingt halten – und der hart gesottene Genrefan wartet noch immer auf „diesen einen Film“, der sich endlich traut. Der weiter geht als alle anderen. Der Tabus bricht, Grenzen überschreitet. Der sich tief in den Magen und die Seele bohrt und dort ein blutiges Chaos aus Entsetzen und Verstörung hinterlässt. Pascal Laugiers „Martyrs“ ist nun „dieser eine Film“.

Nein, genau das ist er NICHT! Und das ist auch gut so! Zumindest dann nicht, wenn man als Horrorfan nur dem schlimmsten Gemetzel seines Lebens hinterher hechelt. Gehört man zu der Gattung, der es nur um möglichst abartige Bilder, aber weniger um eine verstörende Geschichte geht, ist man mit Martyrs schlecht beraten. Leider ist ein großer Teil der Horrorfans aber genau so geartet, und diese werden sicherlich enttäuscht sein. Der Grund, warum vor diesem Film immer so massiv gewarnt wird, mag darin begründet liegen, dass er eine psychisch belastende Story mit expliziten Bildern kombiniert. Bisher gab es meist nur das eine, oder das andere.

Ich gebe zu, im Vorfeld ein wenig „Angst“ gehabt zu haben, mir diesen Film anzusehen, weil ich allerorts gelesen habe, es könne nichts Schlimmeres geben als diesen Film. Ich hatte mehr Angst vor dem, was ich sehen könnte, als vor dem, was ich letztendlich zu sehen bekam. Dabei ist es gerade die Angst, die diesen Film auszeichnet. Das Gefühl von Angst ist mir bei Splatterfilmen eigentlich völlig fremd. Es gibt Horrorfilme, die gänzlich ohne Blut auskommen, die mir Angst machen. Das sind nur wenige an der Zahl, aber es gibt sie. Splatterfilme hingegen schüren bei mir Ekel, Abscheu und Übelkeit, aber Angst? Mitnichten. Bei Martyrs ist das anders. Etwas Übelkeit, etwas Ekel, aber vor allem viel Angst. Das zeichnet den Film aus. Natürlich ist der Film explizit in seiner Gewaltdarstellung, aber im Vergleich zu anderen Splatterfilmen, zeigt Martyrs die Gewalt wohler dosiert. Genaugenommen gibt es hier nichts, was man als Genrefan nicht schon gesehen hätte. Die grauenvollsten Dinge werden angedeutet, aber selten bis zum Ende gezeigt. Der Film geilt sich nicht voyeuristisch an blutigen Bildern auf. Das größte Grauen spielt sich im Kopf des Zuschauers ab, was es aber deswegen nicht unbedingt harmloser macht. Im Gegenteil! Aber so mag ich es persönlich lieber. Es gibt Dinge, die MUSS ich nicht sehen. Die will ich auch gar nicht sehen.
Der Horror an Martyrs ist die Story. Ausgereift, überraschend und sehr zum Nachdenken anregend. Dieser Film wirft Fragen auf, lässt viel Raum für Interpretationen, und dass er sehr kontrovers diskutiert wurde, wundert nicht.

Wenn ich in Teenagertagen gefragt wurde, wie ich mir nur blutrünstige Horrorfilme ansehen kann, dann habe ich meist geantwortet: Weil sie „lustig“ sind, zu offensichtlich in ihrer Tricktechnik, zu künstlich und nicht ernst zu nehmen. Denn was haben wir uns damals für Filme angeschaut? Braindead, Armee der Finsternis, Dawn of the Dead und Freddy Krueger etc. Die typischen 80er-Jahre-Streifen eben. Da machten Zombies und merkwürdig degenerierte Wesen die Nachbarschaft unsicher. Wer darin eine reale Bedrohung erkennen konnte, war in meinen Augen nicht ganz richtig im Oberstübchen. Doch der moderne Horrorfilm hat Wege eingeschlagen, die wirklich bedrohlich und wirklich beängstigend sind. Der wahre Horror sind keine Zombies und Wesen aus einer anderen Welt. Der wahre Horror ist der Mensch!
Seit es den Menschen gibt, war er immer die größte Bedrohung für andere Menschen. Er ist zu Taten fähig, die weit über die Vorstellungskraft der Filmemacher hinaus gehen. In Martyrs geht es um Menschenversuche der körperlich und psychisch grausamsten Art. Damit wären wir beim, von filmstarts.de beschriebenen, Tabubruch. Bei der Grenzüberschreitung, die sich tief in die Seele bohrt.  Man sitzt als Zuschauer stocksteif im Sessel und denkt, dass es sowas nicht geben kann, nicht geben darf. Doch das gibt es. Vielleicht nicht in genau dieser Art und Weise, vielleicht nicht mit dem selben Ziel, aber Menschen sind zu solchen Taten fähig. Im Mittelalter wurden Menschen bei lebendigem Leibe gevierteilt, gehäutet, aufgespießt, gerädert, verbrannt und zerstückelt. Auch Menschenversuche sind keine Erfindung für Horrorfans. In Zeiten des Naziregimes haben Josef Mengele und seine Schergen, Versuche an Menschen durchgeführt, die an Grausamkeit kaum zu überbieten sind. Jeffrey Dahmer, einer der schlimmsten Serienmörder unserer Zeit, hatte die Hoffnung, er könne Zombies erschaffen, die ihm als Sexsklaven dienen sollten. Dazu bohrte er lebendigen Menschen, bei vollem Bewusstsein, Löcher in die Schädel, in die er dann Säure füllte. Dass das natürlich nicht zum gewünschten Ergebnis, sondern nur zum Tod des Opfers führte, muss ich wohl nicht extra erwähnen.
Ich erspare mir aktuelle Bezüge wie Abū Ghraib, Tibet, China und alle anderen Orte und Länder, in denen Folterungen noch immer an der Tagesordnung sind.
Ihr findet Zerstückelung, Ausweidung und Häutung bei lebendigem Leibe widerlich? Wir brauchen gar nicht so weit zu gehen. Sie findet Tag für Tag auch in der westlichen Welt statt. Nur damit wir was zu Fressen auf den Tellern haben, oder uns in schicke Pelze hüllen können. Ach, bei Tieren geht das in Ordnung? Na gut, dann schaut Euch doch mal Earthlings an. Falls Ihr es 95 Minuten lang ertragen könnt… Denn dieser Film ist nicht gestellt!

Natürlich und zum Glück sind es (ich spekuliere) nur 30% der Menschheit, die in der Lage wären, anderen Wesen derart grausame Dinge anzutun.  Aber wenn es einer kann, dann eben der Mensch. Und genau bei dieser horriblen Vorstellung, setzt Martyrs den Hebel an. Völlig normal wirkende, harmlos aussehende Familienmenschen, könn(t)en in Wahrheit die grausamsten Monster sein. Ein völlig normales und gesundes Mädchen, kann zum brutalen Killer werden, wenn man es nur lange und grausam genug gequält hat. Alte, gut situierte Menschen, können die Augen verschließen vor Terror und Gewalt, wenn man ihnen verspricht, dass diese zu einem Ergebnis führt, welches ihnen all ihre Ängste nehmen wird. Ähnliches geschieht ja heute noch in den USA, wo mit der Angst der Menschen gespielt wird, um die Todesstrafe zu rechtfertigen. Und schon rennen unbescholtene Bürger auf die Straße und fordern allenthalben, den nächsten Neger am Baum aufzuhängen. Die „Bösen“ in Martyrs scheinen normale, sogar intelligente Menschen zu sein. Doch sie empfinden keine Reue, keine Abscheu, kein Mitleid. Nach ihren Taten gehen sie zum Alltag über, als wäre nichts passiert. Sie sind vollkommen davon überzeugt, etwas richtiges, etwas wichtiges zu tun. Etwas entdeckt zu haben, was unbedingt entdeckt werden musste. Man sitzt fassungslos vor dem Bildschirm und kann ihre Denkweise in keinster Weise nachempfinden. Aber dann wird einem bewusst, dass es solche Menschen tatsächlich geben kann, dass es sie schon tausendfach gegeben hat und immer noch gibt. DAS ist der wahre Horror!

Martyrs ist ein großartiger Film, der aber in seinen Bildern nicht unbedingt so schlimm und grausam ist, wie überall krakeelt wird. Vielmehr bringt er eine mehr oder minder reale Bedrohung ins eigene Wohnzimmer.  Er macht das Leid der Protagonisten greifbar. Er spielt mit unseren Urängsten vor Folter, Schmerz, Gewalt und Tod. Und er wirft die Frage auf, wozu ein Mensch wohl noch alles in der Lage sein kann, nur um seine ganz persönlichen Interessen durchzusetzen.

Wenn man zum Nachdenken bereit ist, dann ist Martyrs vor allem Psychoterror. Aber er ist ohne Zweifel einer der besten, wenn nicht der beste, Horrorfilm der letzten Jahre. Intelligent, traurig, bedrohlich, überraschend und schockierend. Im Gegensatz zu anderen Genrevertretern, ist dieser Film viel ernster und auch viel „erwachsener“. Er ist einer der wenigen Horrorfilme, der allein von der Story leben kann, und nicht nur Gemetzel und Gesplatter braucht. Ich erkenne auch nicht, an welcher Stelle der Film zuvor gezeigte Gewaltdarstellung übertreffen sollte. Nicht, dass wir uns falsch verstehen. Nicht zu Unrecht hat der Film das Prädikat SPIO/JK, was mit „ab 18“ gleichzusetzen ist. In seinem Produktionsland Frankreich, tut man sich mit einem „ab 18“ Rating sehr schwer, da diese Filme dann weder im TV, noch im Kino gezeigt werden dürfen. Aus diesem Grund, setzte sich damals die französische Kulturministerin für eine Freigabe „ab 16“ ein, die sie auch erreichte. Ein solches Vorgehen will mir nicht in den Kopf. Erstens frage ich mich da, ob die Kulturminister in Frankreich sonst keine wichtigeren Aufgaben zu erledigen haben, und zweitens schockt es mich, dass Verkaufszahlen über das Wohl minderjähriger Seelen gesetzt werden.

Zum Schluss bleibt mir aber nur zu sagen: Danke Markus! Ich bestätige die Großartigkeit dieses Filmes (innerhalb seines Genres) und die Tatsache, dass man stundenlang über ihn diskutieren könnte. Sollten wir mal tun….

Ach ja, noch ein Hinweis an alle, die den Film vielleicht noch sehen möchten. Informiert Euch im Vorfeld NICHT zu genau über die Story. Lest NICHT den Wikipedia-Eintrag oder andere Zusammenfassungen des Filmes. Das nähme nur alle Spannung raus und würde den „Genuss“ des Filmes völlig zerstören, denn er lebt vom Überraschungsmoment.

ACHTUNG! Die Kommentare können Spoiler enthalten!
(sind aber sehr spannend 😉

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  1. Hey Du,

    auf jeden Fall sind wir uns einig über die Qualität dieses ungewöhnlichen Meisterwerkes. Das ist doch schon mal was. Zudem freue ich mich, dass auch endlich jemand erkannt hat, dass „Martyrs“ eben nicht DIESER EINE Film ist. Er sprengt keine Grenzen oder geht permanent zu weit.

    Aber er zwingt uns zum Nachdenken. Und das ist sicherlich in vieler Hinsicht verstörender als beispielsweise das ekelhafte Finale von „Inside“ oder der Kreissägen-Mord in „High Tension“. (Denn es sind ja immer wieder diese beiden Filme, mit denen „Martyrs“ verglichen wird.) Vor allem aber ist „Martyrs“ der traurigste und düsterste Horrorfilm der letzten Jahre. Hier gibt es keine Erlösung, keinen Ausweg und zusätzlich noch die Gewissheit, dass es immer wieder passieren wird.

    Aus diesem Grund können die gesamten Hostels dieser Welt eigentlich schließen und Jigsaw darf ebenfalls direkt mit in Rente gehen. (Obwohl der in meinen Augen in seinem sechsten Teil qualitativ wieder zugelegt hat. Aber das ist ein anderes Thema.)

    Es ist wirklich erstaunlich, dass „Martyrs“ keine übertriebenen Splatter-Effekte benötigt, um in jeder einzelnen Minute intensiver und anstrengender zu sein als nahezu alle anderen Genrevertreter der letzten Jahre.

    Hier liegt ein Film vor, der Diskussionen auslösen wird, aber auch auslösen MUSS. Das Ende sollte interpretiert und aus vielen Blickwinkeln betrachtet werden. Denn je länger man sich damit beschäftigt, umso mehr Möglichkeiten für die Auslegung des Filmes entstehen. „Martyrs“ bietet keine eindeutige Auflösung und keine Rechtfertigung für das Gesehene. Aber genau das macht ihn so großartig. Muss man selbst töten, um den Tod zu verstehen? Muss man selbst töten, um die eigene Angst vor dem Tod zu verlieren? Kann man die Angst vor dieser Ungewissheit überhaupt verlieren?

    Dieser Film zeigt den Mensch als Täter, der zu unvorstellbaren Taten fähig ist. Aber wenn diese Taten wirklich unvorstellbar wären, wieso findet man sie dann in einem Film? Und warum gibt es unter den Menschen immer wieder Taten, die vielleicht noch viel grausamer sind als das Gezeigte in „Martyrs“?

    Aber die erschreckendste Frage ist doch: Wenn ich eine Antwort erhalten könnte, was nach Tod geschieht. Wie weit würde ich für diese Antwort gehen? Und was würde geschehen, wenn mir diese Antwort nicht gefällt? Und wird das Leben nach dem Tod nicht vielleicht genau durch das beeinflusst, was ich in in meinem Leben getan habe?

    Betrachtet man den Film aus genau diesem Blickwinkel, dann wage ich zu behaupten, dass „Martyrs“ der vielleicht anspruchsvollste und vielschichtigste Horrorfilm der letzten Jahre (wenn nicht sogar aller Zeiten) ist.

    Wer dem Horror-Genre bislang nichts abgewinnen konnte und wer in einem Film vorwiegend Unterhaltung sucht, der sollte einen großen Bogen um „Martyrs“ machen. Wer allerdings herausfinden möchte, wie ein Horrorfilm einen kritischen und gleichzeitig philosophischen Blick auf unsere Gesellschaft und unsere Existent werfen kann, der sollte einen Blick riskieren. Vielleicht wird dem Zuschauer nicht gefallen, mit welchen Fragen „Martyrs“ ihn zurücklässt. Aber wenn man bereit ist, sich mit diesen Fragen auseinander zu setzen, dann kann „Martyrs“ tatsächlich etwas bewegen. Und das schaffen nur die allerwenigsten Filme.

    Abgesehen davon ist vor allem die unglaublich spannende und geniale erste Hälfte des Filmes das Beste, was seit Jahren in der Videothek zu finden war. Allein die Szene mit der Rettung des Opfers und das Entfernen der Schrauben im Badezimmer wird man so schnell nicht mehr vergessen. Denn in diesen Minuten kombiniert „Martyrs“ seine Kälte und Härte mit Menschlichkeit und Mitgefühl. Und daher möchte ich feierlich verkünden, dass dies die wohl beste Szene ist, die je ein Horrorfilm zu bieten hatte.

    Mein Fazit: Unbedingt ansehen! Unbedingt darüber nachdenken! Unbedingt anschließend diskutieren!

    • Du hast unglaublich viele Fragen und Aspekte angeschnitten, die auch mein Ursprungstext enthalten hatte. Ich wollte genauer auf die Fragen eingehen, mit denen der Film uns zurücklässt. Ich wollte die vielen Interpretationsmöglichkeiten, der allerletzten Kameraeinstellung bewerten und beschreiben. Zum Teil enthielt mein Text exakt die Fragen, die Du jetzt in den Kommentar geschrieben hast. Nahezu identisch.
      Letztendlich habe ich all das wieder rausgelöscht, weil ich für andere interessierte Leser jegliche Spoiler vermeiden wollte. Aber es sieht so aus, als wären wir mit den gleichen Fragen und Gedanken zurückgelassen worden.
      Das einzige, was ich (ganz persönlich) „bemängeln“ könnte, ist die Tatsache, dass ich für die Fragen, die „Martyrs“ aufwirft, den Film nicht unbedingt gebraucht hätte. Ich stelle mir diese Fragen seit etlichen Jahren und verwurste sie in meinem Hirn hin und her. Mich hat mehr das (in jeder Hinsicht paradoxe) Handeln der Antagonisten zum Nachdenken gebracht. Ihr Vorgehen ist ein Widerspruch in sich. Das wiederum machte mich wütend, gleichzeitig aber auch sprachlos und traurig.

      Die von dir beschriebene „Rettungsszene“, war übrigens die schlimmste von allen. Optisch, aber vor allem emotional. Aus genau den Gründen, die Du angeführt hast. Gleichzeitig versucht man sich die unsagbaren Schmerzen vorzustellen, und ist erleichtert, dass man das nicht kann!!

      Es ist sicher nicht vom Regisseur beabsichtigt, aber ich musste bei diesem Film immer wieder an den zweiten Weltkrieg und das Handeln der Nazis denken. Die Motive und Motivationen sind hier völlig andere. Inhaltlich lässt sich das nicht vergleichen, aber oberflächlich entdecke ich Parallelen in Bezug auf Härte, Kälte, Grausamkeit und die Handlungsweise. Wie ich schon im Artikel schrieb, lassen sich Ähnlichkeiten vor allem in den „Menschenversuchen“ finden. Auch wenn die Nazis damals andere Versuche durchführten. Die „Entsorgung“ der Leichen hingegen, ist leider grausam identisch!

  2. Hey Vanessa,

    wenn mein Beitrag zu viele Spoiler enthält, dann solltest Du ihn vielleicht doch besser löschen. Ich will ja nicht, dass die Mitleser hier plötzlich enttäuscht sind. (Bloß nicht….)

    Aber mal was Anderes….

    Ich dachte mir so, dass ich Dir heute Deinen Blog mit Spam vollpacke. *hehe* Heute wurde von der Filmzeitschrift „Cinema“ eine Liste veröffentlicht. Die Leser der Zeitschrift und deren Homepage durften über die hundert besten Filme aller Zeiten abstimmen. Dabei hatte jeder Teilnehmer zehn Stimmen. (Oh Gott, ich habe Stunden gebracht, um meine zehn zusammen zu stellen. Aber immerhin sind bis auf „König der Löwen“ die anderen Neun alle in der Liste enthalten.)

    Das Ergebnis der Massen ist allerdings sowohl positiv überraschend bei einigen Platzierungen als auch erschreckend bei anderen Plätzen. Ich konnte es mir nicht nehmen, zu der Liste und den Filmen mal meinen Senf zu geben. Und Du bist die Einzige, die mir einfällt, die sich sowas durchlesen würde. Das meine ich übrigens wirklich freundlich und positiv.

    Ach so, Du müsstest mit dem Lesen bei Platz 100 anfangen und Dich zur Eins vorarbeiten.

    (P.S. „Martyrs“ fehlt mir irgendwie schon in dieser Liste, um einen Bezug zum obigen Artikel zu finden. Aber Du wirst feststellen, wie viele wunderbare Klassiker schändlicherweise auch fehlen. Dafür wirst Du zusätzlich eine Menge Mist vorfinden. Die schlimmsten Entscheidungen dabei sind für mich die Plazierungen von „Wall-e“ und „Avatar“)

    1.Herr der Ringe – Die Gefährten (Meine Nummer Eins ist auch hier Nummer eins! Verrückt!)
    2.The Dark Knight (Der Vorgänger war besser, auch ein klarer Fall von „überbewertet“)
    3.Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs (Und nochmal die beste Reihe aller Zeiten)
    4.Avatar (War ja zu erwarten, dennoch der mit Abstand größte Witz dieser Liste! HEUL!!!!!)
    5.Pulp Fiction (halte ich für überbewertet, dennoch ein ziemlich cooler Streifen)
    6.Gladiator (Der hat auch einen meiner Punkte bekommen, ist das nicht toll?)
    7.Fight Club (Der hat auch einen meiner Punkte bekommen, freu mich für David Fincher)
    8.Herr der Ringe – Die Zwei Türme (Die beste Filmreihe der Welt, aber der schwächste Teil)
    9.Forrest Gump (Was soll denn das? Erklärt mir einer, was an diesem Film toll ist?)
    10.Matrix (Hier werde sogar ich zum Blockbuster-Liebhaber, sehr tiefgründig und gut)
    11.Star Wars – Das Imperium schlägt zurück (bester Teil der Reihe, steht verdient hier oben)
    12.Der Pate (Nach der bösen Strafe für den zweiten Teil, endlich etwas mehr Geschmack)
    13.Star Wars – Eine neue Hoffnung (Verdienter Platz für den Beginn eines Mythos)
    14.Fluch der Karibik (Noch ein Scherz der Blockbuster-Liebhaber, hat hier nix verloren)
    15.Schindlers Liste (Könnte sogar noch etwas besser in dieser Liste stehen, verdient wär’s)
    16.Terminator 2 (Okay, diesem Blockbuster beuge ich mich, der ist hier schon richtig)
    17.Kill Bill (Ich persönlich mochte Teil Zwei etwas mehr, sind zusammen Tarantino’s Bester)
    18.Sieben (Aber sicher doch gehört dieses düstere Meisterwerk in diese Liste. Richtig so!)
    19.Sin City (Optisch ein Highlight, inhaltlich ziemlich fragwürdig, nicht mein Fall)
    20.Inglourious Basterds (Der erste richtig schlechte Tarantino, gehört nicht in diese Liste)
    21.Stirb Langsam (Ach ja, die Blockbuster-Liebhaber und ihr Action-Murks)
    22.Alien (Auch hier steht wieder der beste Teil auf dem besten Platz der Reihe)
    23.Titanic (hätte ich weiter vorn erwartet, gehört absolut ohne Frage in diese Liste)
    24.Heat (Mal wieder eine mehr als verdiente Platzierung)
    25.Braveheart (Der Lieblingsfilm meines Mannes, ich mag ihn nicht so besonders)
    26.Der Soldat James Ryan (Der Anfang ist Kinogeschichte, der Rest leider so gar nicht)
    27.Aliens – Die Rückkehr (Ist mir etwas zu laut, aber auch ein Klassiker)
    28.L.A. Confidential (brillianter Film, tolle Darsteller, ein kleines Juwel)
    29.Idiana Jones und der letzte Kreuzzug (Der Beste Indy, liegt daher auch weiter vorn)
    30.Pan’s Labyrinth (auch für diesen Film hab ich eine meiner Stimmen gegeben. Freu!)
    31.Spiel mir das Lied vom Tod (kenne ich noch nicht, und dafür schäme ich mich)
    32.Jäger des verlorenen Schatzes (Ist schon ganz richtig hier)
    33.Das Schweigen der Lämmer (Moderner Klassiker, absolut verdiente Platzierung)
    34.Die Verurteilten (Die Begeisterung für diesen Film werde ich nie verstehen)
    35.Moulin Rouge (Heul! das wäre meine Nummer Zwei gewesen! Gehört nach ganz vorn)
    36.James Bond – Casino Royale (der wohl beste James Bond – gehört definitiv hierher)
    37.Departed – Unter Feinden (Auch nicht gerade das angekündigte Meisterwerk)
    38.Die fabelhafte Welt der Amelie (Und auch einer meiner gewählten Filme.)
    39.Iron Man (Ein weiterer Scherz der Blockbuster-Liebhaber. Für mich ziemlicher Müll.)
    40.Es war einmal in Amerika (guter Platz für einen guten Klassiker)
    41.Zwei glorreiche Halunken (mal wieder eine kleine Geschmacks-Verirrung)
    42.Die sieben Samurai (verdienter Platz)
    43.Slumdog Millionär (Sicherlich der beste Film der jüngeren Kino-Geschichte)
    44.Taxi Driver (Nochmal Schande, aber den kenne ich auch nicht!)
    45.Der Pate 2 (Was?!?!?! Gehört dieser Film nicht in die Top Ten? Welch Frevel!)
    46.Star Wars – Die Rache der Sith (Echt toller Film, der Beste der neuen Trilogie)
    47.Blade Runner (Eigentlich der beste Science-Fiction-Film, könnte weiter oben stehen)
    48.Terminator (Kann man gucken, muss man aber nicht)
    49.Star Trek (Ein weitere Scherz der Blockbuster-Liebhaber, gehört hier einfach nicht hin)
    50.Mystic River (Ich freu mich, auch dieser Film bekam eine meiner zehn Stimmen)
    51.Brokeback Mountain (Och nee, das war jetzt wirklich nicht nötig! Grausamer Film)
    52.The Big Lebowski (ich bin kein Coen-Fan, aber wo bitte ist „Fargo“? der fehlt hier wirklich)
    53.City of God (mal wieder eine Überraschung, die mir persönlich gefällt)
    54.Star Wars – Die Rückkehr der Jedi-Ritter (nicht der beste Film der Reihe, aber okay)
    55.2001 – Odyssee im Weltraum (nicht jedermanns Sache, aber ein gerechtfertigter Platz)
    56.The Sixth Sense (allein das Ende verdient diesen Platz)
    57.Tatsächlich Liebe (Ich vergöttere diesen Film, hat eine meiner zehn Stimmen bekommen)
    58.Leon – Der Profi (Ja! Ja! Ja! – es gibt noch Leute mit Geschmack)
    59.From Dusk till Dawn (mehrfach gesehen, sehr gut, gehört hier aber nicht hin)
    60.Uhrwerk Orange (nicht meins, aber sicherlich ein verdienter Platz)
    61.Das Boot (einer der wenigen Klassiker, die ich nicht sonderlich mag)
    62.L.A. Crash (Großartiger Film, überrascht mich, dass der so viele Stimmen bekam)
    63.Manche mögen’s heiß (könnte auch ein paar Plätze weiter vorn liegen)
    64.Predator (Nun denn, wem’s gefällt. Aber einer der besten Filme aller Zeiten? Nein!)
    65.Casablanca (Mal wieder ein verdienter Platz für einen Klassiker)
    66.300 (wie bitte?!?!?! Ist das ein Scherz?!?!?! Oh Gott, geht gar nicht!)
    67.American Beauty (steht viel zu weit unten, ab damit in die Top Ten)
    68.Apocalypse Now (Verdient)
    69.Wall-e (Der beste Animationsfilm?!?! Ich könnte kotzen!!! Wo ist „Der König der Löwen“?)
    70.Zurück in die Zukunft (Hat durchaus seine Daseinsberechtigung in dieser Liste)
    71.No Country for old men (Ich hasse die Coens, tut mir leid, und diesem Film besonders)
    72.Watchmen (Warum denn das? Für den blauen Penis? Der erste wirkliche Witz dieser Liste.)
    73.Ben Hur (auch ein brillianter Film für die Ewigkeit)
    74.Scarface (Schande über mich, aber den kenne ich noch nicht)
    75.Psycho (ist okay, aber eben sehr alt, fand ihn eher enttäuschend)
    76.Prestige (Mag ich sehr, aber ob der in eine solche Liste gehört?)
    77.Das Leben ist schön (auch nicht mein Film)
    78.Nosferatu (überraschend, aber verdient)
    79.Shining (definitiv verdient in dieser Liste)
    80.Ocean’s Eleven (lässt sich drüber streiten, aber bitte)
    81.American History X (ist schon richtig hier)
    82.Vom Winde verweht (gehört mindestens 70 Plätze weiter vor)
    83.Der mit dem Wolf tanzt (schnarch, auch nicht meins)
    84.Pretty Woman (ist wirklich ein toller Film)
    85.E.T. (ist halt ein Klassiker)
    86.Die Bourne Identität (Oh bitte, Kopfschmerz-Kino so weit oben?)
    87.Lost in Translation (Die Faszination für diese Schlaftablette verstehe ich nicht)
    88.Stirb Langsam – Jetzt erst recht (na ja, ob das jetzt sein musste?)
    89.Das Fenster zum Hof (gibt es nix dran zu mecker)
    90.Metropolis (überraschend, aber auf jeden Fall verdient)
    91.Million Dollar Baby (nicht mein Film, könnte ruhig fehlen)
    92.Die glorreichen Sieben (kenne ich nicht)
    93.Die üblichen Verdächtigen (Oh jaaa, definitiv richtig hier)
    94.Batman Begins (Ich find ihn ja besser als Dark Knight)
    95.Lawrence von Arabien (Daumen hoch, muss in dieser Liste stehen)
    96.Indiana Jones und der Tempel des Todes (gutes Popcorn-Kino, ist okay hier)
    97.Oben (steht leider viel zu weit unten)
    98.Das weiße Band (kenne ich noch nicht)
    99.Reservoir Dogs (nicht mein Fall, aber schon richtig hier)
    100.Shutter Island (fand ich super, hat eine Berechtigung in dieser Liste)

    • Lieber Markus,

      Deine Spoiler werde ich nicht entfernen. Ich habe nach Deinem Kommentar direkt eine Warnung gepostet, die muss reichen. Ansonsten gehören Deine Ausführungen in vollem Umfang an diese Stelle. In diesem Blog wohne ich und was mir gefällt, darf bleiben 😉

      Sooo, jetzt zu Deiner Liste. Ich tue mich extrem schwer damit meine persönliche Top 10 zu erstellen. Auch in Bezug auf Musik oder andere Dinge die ich mag, wäre ich dazu nicht fähig. Einfach weil ich nicht fähig bin unter diversen Dingen, die ich sowieso gern mag, eine Rangordnung zu erstellen. Fakt ist allerdings, dass diese Liste sehr viele gute Filme enthält, meine persönlichen Lieblingsfilme hier aber ganz klar NICHT vertreten sind. Ob ich deswegen meine Lieblingsfilme zeitgleich auch als „beste Filme aller Zeiten“ bezeichnen würde, weiß ich nicht. Ich trenne zwischen „beste Filme aller Zeiten“ und persönliche Lieblingsfilme. Allerdings sind die, die ich als „beste Filme“ betiteln würde, natürlich in jedem Fall Filme, die ich grandios finde!

      Lieblinge, die mir fehlen, sind:
      Harold and Maude (mein geliebtester Film auf Erden für alle Zeit!)
      Endstation Sehnsucht
      Meuterei auf der Bounty (der von 1962)
      Big Fish
      Before Sunrise
      Cinema Paradiso
      Die zwölf Geschworenen (der von 1957)
      Leben und Liebe in LA
      Heavenly Creatures
      Club der toten Dichter
      Mary Poppins
      Und noch ein paar, über die ich mich jetzt ärgere, weil sie mir nicht einfallen.
      Selbst unter diesen könnte ich schon keine Rangordnung erstellen. Geschweige denn, wenn ich die Filme dazu zählen müsste, die in der Top 100 enthalten sind.
      Wer allerdings die besten Filme aller Zeiten auflistet, ohne „Quo Vadis?“ und „Arsen und Spitzenhäubchen“ hat von Kino keine Ahnung! So!

      Ich bin so frei, die Top 100 ebenfalls zu kommentieren. (Bitte auch von hinten lesen!)

      1.Herr der Ringe – Die Gefährten (Meine Nr. Eins ist ja schon Harold und Maude. Aber das Buch ist mein absolutes Lieblingsbuch, und auf jeden Fall gehört diese Reihe zu meinen absoluten Lieblingsfilmen)
      2.The Dark Knight (Absolut keine Kritik an dem Film! Hoch geliebt! Aber Platz 2 ist irgendwie ein Scherz)
      3.Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs (Und nochmal die beste Reihe aller Zeiten) DITOOOO
      4.Avatar (Irgendwo in die Top100 gehört er auf jeden Fall! Ich fand ihn grandios, aber Platz 4 ist lachhaft!)
      5.Pulp Fiction (extrem cooler Streifen, aber so weit oben hat der Film nix verloren)
      6.Gladiator (Fand ich total ätzend und ärgert mich an dieser Stelle)
      7.Fight Club (Jep, absolut! Zumindest Top 20. Ich fahre soooo sehr auf „Mindfucks“ ab)
      8.Herr der Ringe – Die Zwei Türme (Die beste Filmreihe der Welt)
      9.Forrest Gump (Ein absolutes Meisterwerk. Das verstehen aber wohl nur Melancholie-Fanatiker, wie ich!)
      10.Matrix (wer erklärt mir mal endlich die Matrix?? Hab ich keinen Zugang zu.)
      11.Star Wars – Das Imperium schlägt zurück (siehe 13)
      12.Der Pate (Perfekt! Endlich mal Geschmack bewiesen!)
      13.Star Wars – Eine neue Hoffnung (Ich liebe Star Wars, aber das ist mir hier zu weit oben)
      14.Fluch der Karibik (Wurde auf Grund der Synchro von mir konsequent boykottiert!)
      15.Schindlers Liste (Könnte sogar noch etwas besser in dieser Liste stehen, verdient wär’s) DITO
      16.Terminator 2 (Boah, ich kriech nochma ne Krise! Warum erklärt jeder diesen Scheiß zum Meisterwerk???)
      17.Kill Bill (Fulminant, aber hat nichts mit „Top 20 aller Zeiten“ zu tun. Weg hier!)
      18.Sieben (Aber sicher doch gehört dieses düstere Meisterwerk in diese Liste. Richtig so!) DITOOOOOOO
      19.Sin City (*gäääääähn* Was soll das denn???)
      20.Inglourious Basterds (Hab ich schon zu Hause. Wird ganz bald geguckt!)
      21.Stirb Langsam (Ach ja, die Blockbuster-Liebhaber und ihr Action-Murks) DITO
      22.Alien (Auch hier steht wieder der beste Teil auf dem besten Platz der Reihe) DITO
      23.Titanic (hätte ich weiter vorn erwartet, gehört absolut ohne Frage in diese Liste) DITO
      24.Heat (Ich liebe die Darsteller, steh aber nicht so auf Gangsterfilme)
      25.Braveheart (Ist in Ordnung, hat hier aber nix zu suchen)
      26.Der Soldat James Ryan (Der Anfang ist Kinogeschichte, der Rest leider so gar nicht) Stimmt irgendwie!!)
      27.Aliens – Die Rückkehr (Sehr gut, muss aber nicht sein)
      28.L.A. Confidential (brillianter Film, tolle Darsteller, ein kleines Juwel) DITO
      29.Idiana Jones und der letzte Kreuzzug (Für mich der langweiligste Indi)
      30.Pan’s Labyrinth (Ganz grandioser Film, aber zu gut platziert, finde ich)
      31.Spiel mir das Lied vom Tod (Markus, schäm Dich! Steht hier sehr verdient!)
      32.Jäger des verlorenen Schatzes (Steht hier zu weit oben für meine Begriffe)
      33.Das Schweigen der Lämmer (Gehört auch zu meinen perönlichen Lieblingen!)
      34.Die Verurteilten (Definitiv einer der besten Filme! Phänomenal. )
      35.Moulin Rouge (In meiner ganz persönlichen Top 10 vertreten. Hier ist an der völlig falschen Stelle! Ich liebe ihn!)
      36.James Bond – Casino Royale (Es gibt nichts schlimmeres als James Bond!)
      37.Departed – Unter Feinden (Shit! Steht auch noch auf der Liste, der Filme, die ich unbedingt sehen muss)
      38.Die fabelhafte Welt der Amelie (Und auch einer meiner absoluten Lieblingsfilme)
      39.Iron Man (Eine der wenigen Comic-Verfilmungen, die ich überhaupt mochte. Aber so weit nach oben gehört er nicht)
      40.Es war einmal in Amerika (guter Platz für einen guten Klassiker) DITO
      41.Zwei glorreiche Halunken (Aber auf jeden Fall einer der besten Italo-Western die es gibt)
      42.Die sieben Samurai (die Urfassung von „Die glorreichen Sieben“. Hab ich aber nicht gesehen)
      43.Slumdog Millionär (tut mir leid, aber der hat mir nun wirklich überhaupt nichts gegeben)
      44.Taxi Driver (Woaaaaah! Sofort in die Top 20! Der absolute Wahnsinns-Film! DeNiro at its best!)
      45.Der Pate 2 (Was?!?!?! Gehört dieser Film nicht in die Top Ten? Welch Frevel!) Na, mindestens Top 20!
      46.Star Wars – Die Rache der Sith (Echt toller Film, der Beste der neuen Trilogie) DITO
      47.Blade Runner (Darf hier rein, langweilt mich aber)
      48.Terminator (*geht kurz brechen*….. so, bin wieder da!)
      49.Star Trek (Ein weiterer Scherz der Blockbuster-Liebhaber, gehört hier einfach nicht hin) DITOOOO
      50.Mystic River (Hätte von mir auch eine Stimme bekommen! Ich liebe ihn!)
      51.Brokeback Mountain (Wunderbar!)
      52.The Big Lebowski (Toller Coen! Aber wenn einer hier hineingehört, dann tatsächlich FARGO)
      53.City of God (kenn ich nicht)
      54.Star Wars – Die Rückkehr der Jedi-Ritter (nicht der beste Film der Reihe, aber okay) DITO
      55.2001 – Odyssee im Weltraum (Definitiv einer der besten Filme aller Zeiten. Gehört in die Top 20)
      56.The Sixth Sense (War mir viel zu vorhersehbar. Danach fand ich M. Night Shamalamdingdong grandios. Jetzt gehört er nur noch in die Mottenkiste. Husch. Husch!)
      57.Tatsächlich Liebe (Süß! Gehört hier aber so wenig hin, wie es „Schlaflos in Seattle“ täte, und den liebe ich wirklich!!)
      58.Leon – Der Profi (Überhaupt nicht meins! *schnarch*)
      59.From Dusk till Dawn (mehrfach gesehen, sehr gut, gehört hier aber nicht hin) DITO
      60.Uhrwerk Orange (Hoch! Hoch! Hoch! Ich sterbe für diesen Film!!!! Eine „Liebeserklärung“ kommt bald!)
      61.Das Boot (Gehört mindestens in die Top 50. Definitiv ein bester Film aller Zeiten)
      62.L.A. Crash (Asche auf mein Haupt. Nicht gesehen.)
      63.Manche mögen’s heiß (könnte auch ein paar Plätze weiter vorn liegen) DITO
      64.Predator (brauch ich überhaupt nicht)
      65.Casablanca („Here’s looking at you, kid!“ Danke Humphrey!)
      66.300 (wie bitte?!?!?! Ist das ein Scherz?!?!?! Oh Gott, geht gar nicht!) DITOOOOOOO
      67.American Beauty (ist mindestens Top 20)
      68.Apocalypse Now (Marloooooon! Höher damit! Hööööher!)
      69.Wall-e (Hab ich noch immer nicht gesehen. Aber König der Löwen gehört mMn nun wirklich in überhaupt keine Liste!)
      70.Zurück in die Zukunft (Ein absoluter All-Time-Favourite. Auf jeden Fall Top 20!)
      71.No Country for old men (Ich liebe die Coens, habe aber diesen Film leider noch nicht gesehen)
      72.Watchmen (Warum denn das? Für den blauen Penis? Der erste wirkliche Witz dieser Liste.) DITOOOOOOOOOOOO
      73.Ben Hur (auch ein brillianter Film für die Ewigkeit) DITO, aber wo bitte in dieser Liste ist Quo Vadis? Sind die hier alle doof?)
      74.Scarface (Super! Gerne an dieser Stelle.)
      75.Psycho (Frevel, wer von diesem Meisterwerk enttäuscht ist. Ein Vorreiter und definitiv einer der besten Filme aller Zeiten)
      76.Prestige (Ein großartiger Nolan und ein großartiger Christian Bale. Absolut verdient hier!)
      77.Das Leben ist schön (Wunderbar. Dürfte gern weiter nach oben)
      78.Nosferatu (überraschend, aber verdient) DITO
      79.Shining (hat leider überhaupt nichts mit dem Buch zu tun, ist aber phänomenal)
      80.Ocean’s Eleven (interessiert mich auch nicht)
      81.American History X (ist schon richtig hier) DITO
      82.Vom Winde verweht (gehört mindestens 70 Plätze weiter vor) DITO
      83.Der mit dem Wolf tanzt (Großartig! Ich liebe ihn! Dürfte höher stehen!)
      84.Pretty Woman (ich liebe diesen Film. Jahaaa, ich bin ein Mädchen!)
      85.E.T. (Hier der erste, der zu meinen Lieblingen gehört. Steht zu weit unten)
      86.Die Bourne Identität (interessiert mich nicht)
      87.Lost in Translation (Gehört nicht unbedingt zu meinen Lieblingsfilmen, aber auf jeden Fall in diese Liste!)
      88.Stirb Langsam – Jetzt erst recht (na ja, ob das jetzt sein musste?) DITO, bin kein Action-Fan
      89.Das Fenster zum Hof (mag ich sehr, natürlich nur das Original, darf hier bleiben)
      90.Metropolis (Meinetwegen, aber ich sage: Wenn Fritz Lang, dann bitte „M“)
      91.Million Dollar Baby (nicht mein Film, könnte ruhig fehlen) DITO
      92.Die glorreichen Sieben (hab ich ewig nicht mehr gesehen)
      93.Die üblichen Verdächtigen (Oh jaaa, definitiv richtig hier) DITO
      94.Batman Begins (könnte höher stehen, würde ich aber nicht als Lieblingsfilm bezeichnen)
      95.Lawrence von Arabien (Daumen hoch, muss in dieser Liste stehen) DITO
      96.Indiana Jones und der Tempel des Todes (für mich der Beste der Reihe)
      97.Oben (steht leider viel zu weit unten) DITO
      98.Das weiße Band (kenne ich noch nicht) DITO
      99.Reservoir Dogs (mein Fall auch nicht, obwohl die Cast grandios ist)
      100.Shutter Island (steht auf der Liste der Filme, die ich unbedingt noch gucken muss)

  3. Naja, ganz so uneinig sind wir uns ja dann doch nicht. Aber ich werde mich jetzt ungefähr zehn Tage in eine Ecke setzen und mich schämen, dass ich „Harold & Maude“ völlig verdrängt habe. Mir ist gerade selbst schleierhaft, wie ich diesen Film hier komplett vergessen konnte. Okay, bin dann jetzt in meiner Ecke.

  4. Ich LIEBE „Harold & Maude“ und bin noch ziemlich verwirrt von mir selbst, dass ich den vergessen habe.
    Ich wäre gern Dein Herzblatt, bin aber leider schwul und verheiratet.
    Aber es gibt bestimmt noch mehr Menschen auf dieser Welt, die diesen Film lieben.
    🙂

    • „Ich wäre gern Dein Herzblatt, bin aber leider schwul und verheiratet.“
      Ach was?! Das ist ja jetzt eine ganz neue Info für mich… *gggg*

      „Aber es gibt bestimmt noch mehr Menschen auf dieser Welt, die diesen Film lieben.“

      Ja… den hat es mal gegeben….

  5. Es hat einen gewissen Unterhaltungswert, auf diese Weise mit Dir zu kommunizieren. Zu ein paar Filmen würde ich gern noch Anmerkungen geben.

    Wir sind uns nicht einig mit „Psycho“. Zu seiner Zeit war das sicherlich ein richtiger Schocker und auch das Alles-wegen-Mama-Finale noch irgendwie originell. Vielleicht bin ich auch einfach nur genauso krank wie Patick Bateman in „American Psycho“. Der beschwert sich im Buch auch über den enttäuschenden Film und die bei der Dusch-Szene verwendete Schoko-Sauce als Blut.

    Eine Diskussion über die Coen-Brüder fange ich jetzt wohl wirklich besser nicht an. Das ist irgendwie ein klarer Fall von lieben oder hassen. Und bis auf „Fargo“ muss ich mich leider zu letzterer Gruppe zählen.

    Für „Spiel mir das Lied vom Tod“ schäme ich mich gleich mit, dass ich ihn nicht gesehen habe, wenn ich wegen „Harold & Maude“ in der Ecke sitze.

    Deine (und auch die vieler Anderer) Faszination für „Forrest Gump“ wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben. So toll Tom Hanks auch spielt, ist das einfach nicht mein Film. „Lauf, Forrest, Lauf!“ dachte ich mir da auch die ganze Zeit. Und vor allem „Lauf, Forrest, Lauf endlich von der Leinwand und mach Platz für den Abspann.“

    So, jetzt darfst Du mich auch hassen, weil ich ein paar Klassiker der Filmgeschichte einfach nicht ausstehen kann.

    Dafür kriegst Du von mir eine Rüge für „Gladiator“. Ich habe selten solch tolle Schauspielkunst gesehen. (Ja, ich bin ein Fan von Russell Crowe und gebe das auch offen zu.) Für mich ist dieser Film DAS Epos der letzten Jahre schlechthin. (Abgesehen vom Fantasy-Genre.)

    Über die Animations- und Zeichentrickfilme habe ich noch länger gegrübelt. Es ist ja ein offenes Geheimnis, dass der Müll-Roboter bei mir regelmässig zu heftigen Anfällen von Aggression führt. Für mich der schlechteste und am stärksten überbewertete Film der ganzen Liste. Wenn ich dann nach gezeichneten bzw. animierten Filmen für die Liste suche, lande ich (entgegen Deiner Meinung) immer wieder beim „König der Löwen“ oder meinem persönlichen Favoriten „Drachenzähmen leicht gemacht“. Aber auch „Chihiro-Dingsbums Reise ins Zauberland“ oder „Die letzten Glühwürmchen“ sind würdigere Vertreter als diese totlangweilige müllsammelnde Blechbüchse.

    Wenn ich mir noch ein paar Gedanken mache, dann fehlt in dieser Liste noch was von Charlie Chaplin. Und James dort nicht zu sehen, lässt mein Herz bluten.

    Aber es ist schwierig. Denn die besten Filme aller Zeiten müssen nicht unbedingt meine Lieblingsfilme sein. Auf „Moulin Rouge“ und „Herr der Ringe“ trifft vielleicht beides zu. Doch ansonsten ist es schwierig. Es gibt Filme, die ich grandios und überwältigend finde („Schindlers Liste“ zum Beispiel)und die dennoch niemals ein Lieblingsfilm werden. Das liegt nur daran, dass man sich nie abends auf sein Sofa legen würde und sagt „Heute hätte ich mal wieder Bock, Schindlers Liste zu gucken.“

    • Deinem letzten Absatz stimme ich voll und ganz zu!!! Das sehe ich genauso!

      Ich hasse Dich nicht, weil Du ein paar Klassiker nicht ausstehen kannst. Ich liebe Dich für eine Deine eigene Meinung. Das ist voll in Ordnung.
      *Klugscheißermodus an* Bei Psycho war das Blut Kakao! *Klugscheißermodus aus*
      Dass Psycho heute nicht mehr schockt, wo man überall von Blut, Gedärm und Gegrusel überflutet wird, ist ja gar keine Frage. Dennoch war Hitchcock ein Meister-Regisseur, der das Horror-Genre, Kameraeinstellungen und den Spannungsaufbau revolutioniert hat. Ohne ihn, speziell ohne Psycho, würde es viele der Schocker, die wir heute so lieben, so überhaupt nicht geben. Davon abgesehen zeichnet sich Psycho ebenfalls durch grandioses Schauspiel aus! Psycho mag heute nicht mehr wirklich Psycho sein, aber er hat Maßstäbe gesetzt und hat heute noch seinen ganz eigenen Reiz.

      Die Coen- und Forrest-Frage lasse ich außer Acht. Ich denke, wir können mit unseren unterschiedlichen Meinungen wunderbar umgehen. Die Rüge für Gladiator nehme ich entgegen. Vielleicht tue ich dem Film Unrecht. Aber ich bin einfach der Meinung, dass alle Versuche der letzten 20 Jahre, einen Epos wie Ben Hur oder Quo Vadis zu schaffen, gnadenlos gescheitert sind. Auch Gladiator. Hollywood kann das heutzutage nicht mehr. Außerdem mag ich Russell Crowe in derartigen Rollen einfach nicht (auch wenn ich ihn sonst mag), deswegen krieg ich auch das Kotzen, wenn ich an den neuen Robin Hood denke. Grusel, Grusel!

      König der Löwen fand ich im Übrigen als Kind ganz nett. Dennoch gehört er für mich schon zu der „New-Disney-Generation“, die mir nicht mehr so viel gibt, wie die Disney-Klassiker. Meine Favoriten bleiben da Peter Pan, Schneewittchen, Dumbo und Cap & Capper. Und, nicht von Disney, Feivel und Das letzte Einhorn. Zu den ganzen animierten, nicht gezeichneten, Filmen der letzten Jahre, fällt mir sowieso als Adjektiv nur noch das Wort „nett“ ein. Der erste, der mich so richtig überzeugt und vom Hocker gerissen hat, war Oben. Die Drachenzähmer kann ich hoffentlich bald beurteilen.

      Und Du hast Recht. Es fehlen Filme von Charlie Chaplin auf der Liste, es fehlt James Dean, es fehlt James Stuart, es fehlt Paul Newman, es fehlt Spencer Tracy, aber vor allem fehlt AUDREY HEPBURN! Wenigstens hat es Marlon zwei Mal auf die Liste geschafft.

  6. Kurz zum „Klugscheißer-Modus“ und dann muss ich erstmal wiedr an die Arbeit.
    🙂
    Im Buch „American Psycho“ von Bret Easton Ellis wird behauptet, es sei Schoko-Soße.

    Okay, und noch eins:
    „Gladiator“ ist einer meiner Favoriten. Natürlich übertrifft er die Qualität von „Quo Vadis“ und „Ben Hur“ nicht, aber er kommt ihnen zumindest näher als die meisten Anderen.

    P.S. Russell, I love you, but „Robin Hood“ is damn fu***ng shit. Booooooooring.

  7. Ich habe „Martyrs“ gestern gesehen und auch mich regt der Film sehr zum Nachdenken an. Ich bin mir noch nicht ganz schlüssig, wie ich den Film bewerten soll. Als Meisterwerk würde ich ihn jedenfalls nicht bezeichnen. Die zentrale Frage, die der Film in mir aufwirft ist: „Können Menschen, die in ständiger Angst vor dem Tod leben, zufrieden, glücklich, ausgeglichen sein?“ Mit „Menschen“ meine ich in diesem Zusammenhang nicht die offensichtlichen Opfer, sondern diejenigen, deren Qualen und Defizite unsichtbar bleiben. Das wären in „Martyrs“ die Folterer. Damit will ich zu einem meiner Kritikpunkte an dem Film kommen: Dass sich hinter Normalität Abgründe verbergen können, ist zwar wahr, aber ich bezweifele, dass es in der Realität glückliche, mit Kindern gesegnete Familien mit einem derartigen Doppelleben gibt. An der Stelle ist der Film schlichtweg überzogen, und zwar nicht als Stilmittel, sondern aus einem Irrtum heraus. Der Film stellt schließlich das Privatleben der Familie mit dem Anspruch auf Realität dar. Er zeigt das Privatleben nicht aus der Perspektive eines Außenstehenden. Ich glaube also schlichtweg nicht, dass Kinder, in deren unmittelbarer Nähe sich der Folterkeller ihrer Eltern befindet, den sie übrigens im Laufe ihres Lebens mit Sicherheit gefunden hätten, derart lebendig sein können. Und für die Eltern selbst gilt im Prinzip das gleiche. Wären sie so unfähig, Anteilnahme am Leid anderer Menschen zu empfinden, hätte sich das irgendwie auf ihre Kinder übertragen und zu Verhaltensauffälligkeiten bei ihnen geführt.

    Mich hat besonders erschrocken, dass die Folterer keinerlei Lustgewinn aus der Folter beziehen. Nicht nur der Mangel an Mitleid für andere Menschen, sondern die Unfähigkeit, das eigene Leid bzw. die Abwesenheit von Glück wahrzunehmen. (Die Eltern, in deren Haus sich die Gräuel abspielen, klammere ich, wie gesagt, aus.) Solche Menschen mögen zwar ein nach außen hin bürgerliches Leben führen, aber glücklich sind sie gewiss nicht. Allerdings tröstet die Strafe der Emotionslosigkeit wenig über das Leid der Folteropfer hinweg.

    Alles in allem hätte ich mir gewünscht, dass der Interpretationsspielraum, insbesondere der für die Schlussszenen, etwas geringer gewesen wäre. Andererseits scheint mich der Film gerade deshalb nachhaltig zu beschäftigen.

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