Tag 2: Das Buch, das ich als nächstes lesen will

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Kalte Asche
Simon Beckett
2007

Eigentlich hätte ich ja lieber einen Klassiker hier hin gesetzt, der schon lange auf meiner Liste steht, aber aus welchem Grund auch immer, bisher noch nicht zum Zuge kam. „Der Fänger im Roggen“ zum Beispiel. Aber der muss jetzt noch mal warten.
Generell bin ich jemand, der einen großen Bogen um stark gehypte Bücher macht, die von jedem gelesen werden, der vorher noch nicht einmal wusste, wie viele Buchstaben das Alphabet wohl haben mag. Ich habe noch niemals einen Harry Potter-Roman angefasst (mag ein Fehler sein) und ganz sicher interessiert mich auch die Biss-Reihe nicht, die ebenfalls von vielen Erwachsenen verschlungen wird. Die einzige Ausnahme stellt wohl noch Dan Brown dar, auf den ich stieß, lange bevor er in aller Munde war. Simon Beckett scheint ebenfalls in die Kategorie der mittelfristig Gehypten zu gehören, aber in seinem Fall erscheint mir das auch berechtigt. „Die Chemie des Todes“ war ein wirklich spannendes, gut geschriebenes und kurzweiliges Buch. Selbst wenn die drei Bücher um Dr. David Hunter Becketts einzige Erfolge blieben, so wären sie verdient. Sag ich jetzt einfach mal so. Bisher kenne ich ja erst eines.
Lasst Euch übrigens nicht blenden. Die Bücher mit der roten Schrift auf weißem Grund („Obsession“ und wie se alle heißen), sind offenbar langweiligstes Mittelmaß und schon ziemlich alt. Das sagt zumindest die Buchhändlerin meines Vertrauens. Nachdem „Die Chemie des Todes“ und „Kalte Asche“ so erfolgreich waren, hat der Verlag die alten Bücher einfach noch mal auf den Markt geschmissen. So geschah es damals auch bei Dan Brown. Jeder der glaubte, er hielte nun ein ganz neues Werk des „Meisters“ in den Händen, wurde enttäuscht. Der spätere Erfolg kam offenbar, sowohl bei Brown als auch bei Beckett, erst durch den erfahreneren und ausgefeilteren Schreibstil zustande.

Wie auch immer, ich freue mich auf die nächste Geschichte von Dr. Hunter. Beckett hat mit ihm eine ausgereifte Figur erschaffen, die aber gern noch ein wenig vielschichtiger werden darf. Beckett hat in der „Chemie des Todes“ eine gute und spannende Mordserie erfunden und sie nicht, wie allgemein üblich, durch einen Ermittler, Polizisten oder Detektiv aufklären lassen, sondern durch einen forensischen Antrophologen, was der Story zwangsläufig andere Aspekte verleiht als sonstige Thriller. Ich muss aber auch zugeben, dass ich relativ schnell meine Verdächtigen zusammen hatte und mit meiner Vermutung auch Recht behielt.  Dennoch würde ich nicht sagen, dass die Story und die Figuren leicht zu durchschauen sind. Vielleicht denkt man als regelmäßiger Thrillerleser einfach schon automatisch um andere Ecken, als jemand, der sich nur gelegentlich ins Genre verirrt. Dementsprechend hoffe ich, dass Beckett in „Kalte Asche“ einfach noch mal eine Schippe drauf legt, aber selbst wenn nicht, bin ich sicher, dass es wieder eine spannende und kurzweilige Story sein wird. (31 Tage – 31 Bücher)

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  1. Zu Simon Beckett kann ich noch nichts sagen. Aber irgendwie haben mich seine Bücher bislang noch nicht wirklich gereizt. Und ich muss mich schon wieder schämen, denn ich habe sowohl alle „Potters“ als auch alle „Bis(s)e“ gelesen. (Wobei ich Erstere wirklich mag und Letztere zumindest unterhaltsam waren.) Mein nächstes Buch (okay, ich hab heute mit dem Lesen angefangen) ist „Eisiges Blut“ von Robert Masello. War ein Geburtstagsgeschenk, klingt aber nach den ersten Seiten sehr interessant.

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