Tag 5: Ein Buch, das ich immer und immer wieder lesen kann

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Der Herr der Ringe
J.R.R. Tolkien
1954/1955

Wie bereits erwähnt, hätte ich dieses Buch um ein Haar als mein Lieblingsbuch angegeben, bevor ich mich doch für „Die Bücherdiebin“ entschied.

„Der Herr der Ringe“ war einer der Hauptgründe, warum ich unbedingt lesen lernen wollte. Mein Vater hatte mir in meiner Kindheit oft aus dem Buch vorgelesen. Jedoch immer nur aus Band 1, „Die Gefährten“, denn er ist der märchenhafteste Teil und handelt vorrangig vom Leben der kleinen Hobbits und den Elben. Immer wieder diese wundervollen Elben! Ich tauchte ein in die ausgereiften Phantasiewelten Tolkiens und war total fasziniert. Aber ich war auch neugierig. Schließlich wollte ich unbedingt wissen, wie die Geschichte weitergeht. Doch aus irgendeinem Grund wurden mir Band 2 und 3 immer vorenthalten.

Als ich endlich gut genug lesen konnte, verschlang ich zunächst den mir bekannten ersten Band. Ich war völlig kribbelig, als ich mich endlich an Band 2 heranmachen konnte. Dummerweise beginnt der gleich mit Boromirs Tod. Feierabend! Ich habe jahrelang Band 2 und 3 nicht angerührt, stattdessen las ich den ersten ungefähr vier Mal.
Irgendwann hatte ich ein Alter erreicht, in dem mich der Tod geliebter Figuren nicht mehr vom Weiterlesen abhalten konnte. Da ich aber, auf Grund des merkwürdigen Aufbaus und der unendlichen Anzahl von Personen und Orten, die komplette Geschichte nicht auf Anhieb verstand, sah ich mich gezwungen, das komplette Werk viele weitere Male zu lesen. Bis zum heutigen Tage habe ich „Der Herr der Ringe“ zwölf Mal gelesen und ich bin sicher, dass es noch nicht das letzte Mal war.

Was so seltsam an meiner Liebe zu diesem Buch ist, ist die Tatsache, dass ich eigentlich gar keine Fantasy-Bücher mag, ebenso wenig wie Science Fiction übrigens. „Der Herr der Ringe“ bildet die einzige Ausnahme, denn er hat so viel mehr zu bieten, als die meisten anderen Fantasy-Geschichten. Bin ich bescheuert, wenn ich sage, das „Silmarillion“ ist die bessere Bibel?

Meine Ausgabe des „Herrn der Ringe“ ist übrigens eine der ersten, die damals in Deutschland veröffentlicht wurden. Sie stammt aus den frühen 70er Jahren und ich habe sie von meinem Vater „geerbt“. Die drei Bände stecken bereits in einem Schuber, was auch gut ist, denn er das ist das einzige, das die Bücher noch zusammenhält. Sie sind mittlerweile eher lose-Blatt-Sammlungen, als wirkliche Bücher, obendrein völlig vergilbt und abgegriffen. Dennoch würde ich meine Ausgabe NIEMALS gegen eine neuere eintauschen. Ich kann die neue Übersetzung einfach nicht ausstehen und die alte gibt es nicht in neuerer Auflage. Davon abgesehen kann nichts auf der Welt den ideellen Wert dieser Bücher ersetzen. (31 Tage – 31 Bücher)

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Eine Antwort »

  1. Ja, „Herr der Ringe“ hab ich bis jetzt zweimal gelesen. Das erste Mal hatte ich das Glück, bei meiner Schwester die alte Version lesen zu können. Das zweite Mal quälte ich mich durch die nicht wirklich gelungene neue Übersetzung. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass man irgendwo zu einem brauchbaren Preis irgendwann mal die alten Bücher bekommt.
    Das Buch, das ich am häufigsten gelesen habe, ist (glaube ich) „Harry Potter und der Halbblutprinz“. Der sechste Band der Reihe hat mich einfach gefesselt, vor allem durch seine vielen Rückblenden. (Die dann leider im Film nahezu alle gefehlt haben. Grrrr…..)

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