Tag 8: Ein Buch, das mich an einen Ort erinnert

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Die Spinne in der Yucca-Palme
Rolf Wilhelm Brednich
1990

Dieses Buch, ebenso wie „Das Huhn mit dem Gipsbein“, „Die Maus im Jumbo-Jet“ und „Die Ratte am Strohhalm“, erinnert mich an mein Zelt in meinem Garten!

Meine Freundin Jessica aus der Nachbarschaft, besaß all diese Bücher, in denen die witzigsten, gruseligsten, ekeligsten und traurigsten urbanen Legenden unser Zeit gesammelt sind. Sie, Benny (ein weiterer Junge aus der Nachbarschaft) und ich, schliefen in den Sommerferien grundsätzlich nicht in unseren Betten, sondern in einem Zelt in einem unserer Gärten. Wenn man es genau nimmt, schliefen wir eigentlich nie. Wir streiften mit Taschenlampen durch die Nacht, saßen im Mondschein auf meiner Schaukel oder, wenn wir uns nicht gerade Ja-Nein-Irrelevant-Rätsel stellten, erzählten uns die ganze Nacht lang Gruselgeschichten. Oft stammten die Geschichten aus eben diesem Buch. Da ich vier Jahre jünger als Jessica und Benny bin, verstanden die zwei sich hervorragend darauf, mir ordentlich Angst einzujagen.

Heute besitze ich die Bücher selber und erkenne die Geschichten darin als das, was sie sind: nichts weiter als Legenden! Zum Lachen oder Ekeln bringen sie mich noch immer, ängstigen tun sie mich nicht mehr. Aber sie erinnern mich, an den Geruch in meinem Zelt, an Sommergewitter, an unseren Garten und den schönsten Sommer meines bisherigen Lebens! (31 Tage – 31 Bücher)

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