Ein kurzer Lagebericht

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Zunächst einmal vielen Dank für’s Daumen drücken, und vor allem die Glückwünsche und das Mitfreuen.

Wer mich kennt, der weiß wofür er mir da die Daumen drücken sollte. Für die Allgemeinheit beschränke ich es jetzt einfach mal auf folgende Angaben: Ich habe mich um ein Ehrenamt beworben, das mir ein wahres Herzensanliegen ist, welches aber auch eine einjährige Ausbildung umfasst. Bevor man einen solchen Ausbildungsplatz bekommt, werden die Aspiranten ordentlich unter die Lupe genommen, damit die Verantwortlichen feststellen können, ob man sich überhaupt für dieses Ehrenamt eignet. Außerdem kam hinzu, dass die Ausbildungsplätze in diesem Jahr recht begehrt waren und schon allein deshalb ein wenig „gesiebt“ werden musste. Aber ich hatte Glück….

Nachdem ich vor zwei Monaten ein erfolgreiches Erstgespräch hinter mich gebracht hatte, stand am Samstag der große Auswahltag an. Dazu waren alle Bewerber eingeladen. Es war wirklich ein schöner Tag. Die Verantwortlichen hatten alles perfekt geplant und durchstrukturiert. Der Tag beinhaltete ein gegenseitiges Kennenlernen, eine Darstellung der aktuellen Lebenssituationen der Bewerber, ein Rollenspiel und auch einige „Fallbeispiele“ zu denen wir unsere Gedanken mitteilen sollten. Zwischendrin gab es eine Mittagspause mit warmer vegetarischer (!) Suppe und eine Kaffeepause 😉
Die Gruppe war wunderbar. Ich habe am Samstag ein paar ganz tolle Menschen kennengelernt und freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit ihnen. Übernächstes Wochenende findet ein Einführungswochenende statt (inkl. Übernachtung, was ich persönlich irgendwie nicht so mag) und ab dann werde ich ein Jahr lang jeden Mittwoch Abend ausgebildet. Ich bin wahnsinnig aufgeregt, aber ich freu mich wie Bolle.

In der Zukunft werde ich es vermeiden mich an dieser Stelle großartig zu diesem Ehrenamt oder meiner Ausbildung zu äußern. Vier bis fünf meiner Leser werden in den nächsten Tagen sowieso einen ganz persönlichen Bericht bekommen, weil mir das sehr am Herzen liegt. Menschen mit Premiumabo müssen sich da sowieso keine Sorgen machen 😉
Was gibt es sonst noch?
Ach ja, ich liebe meinen neuen Job! Die Kollegen sind super, die Atmosphäre ist phantastisch, meine Aufgaben sind anspruchsvoll, machen mir aber wahnsinnig viel Spaß. Ich bin so glücklich, dass ich mich im Moment an jedem Morgen übers Aufstehen freue. Und in meinem Fall will das wirklich was heißen. Wenn mir etwas zuwider ist, dann ist es frühes Aufstehen. Heute habe ich eine sehr umfangreiche SAP-Schulung hinter mir, die morgen in die zweite Runde geht. Mir raucht wirklich der Kopf und ich musste mit Schrecken feststellen, dass ich trotz Wirtschaftsabi und kaufmännischer Ausbildung von Finanzbuchhaltung und Kontierung absolut keine Ahnung habe. Herrje, ist das peinlich! Ich sage zwar noch immer, dass es nichts gibt, was man nicht lernen kann, aber so langsam beginne ich mich zu fragen, ob ich mich an der VHS nicht lieber zum Buchhaltungs- statt zum Französisch-Auffrischungskurs hätte anmelden sollen.

Was der Aufnahme des vielen neuen Inputs allerdings weniger zuträglich ist, ist die Tatsache, dass ich mir eine dicke Grippe zugezogen habe. Schon am Samstag quälten mich schlimme Nackenschmerzen, was meine Konzentration zunächst stark beeinträchtigte. Dass diese Schmerzen ein Grippevorbote waren, bemerkte ich erst am Abend, als sich Hitzewellen und Schüttelfrost im 10-Minuten-Takt die Klinke in die Hand gaben. Im Moment quäle ich mich mit Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, einem fiebrigen Gefühl (zum Glück noch kein wirkliches Fieber) und komplett zu sitzenden Bronchen. Das ist wirklich grandios, wenn man gerade vor zwei Wochen einen neuen Job angefangen hat. Also bin ich heute erstmal in die Apotheke gestiefelt und hab mich mit Medis eingedeckt. Die Apothekerin legte mir in Bezug auf meine Bronchen auch gleich einen Arztbesuch „sehr ans Herz“. Na, danke Schätzchen, das brauche ich jetzt. Dass mir mein Doc Antibiotika aufs Auge drückt und mich ins Bett zwingt.
Nee, nee, das werde ich wohl mit Paracetamol und Mucosolvan noch selbst in den Griff bekommen. Ich will es hoffen!

So, ich verschreibe mir jetzt eigenmächtig eine Feierabendbettruhe und bitte um Verständnis dafür, dass ich mich in den nächsten Tagen erst einmal gesund pflegen werde.

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  1. Da wünsche ich Dir eine baldige Besserung, Süße! *knuddel* Momentan scheinen so einige Leute gesundheitlich angeschlagen zu sein, das habe ich auch schon festgestellt. Bin mal gespannt, wann es mich erwischt…

  2. Auch von mir alles Liebe und „Gute Besserung“. Vielleicht magst Du ja tauschen. Ich nehme Deine Grippe und Du meinen Magen-Darm-Virus? Okay, ich gebe zu, dass dieser Tausch nicht wirklich fair wäre.

    Es freut mich riesig, dass Dein neuer Job Dir so viel Freude bereitet. Man verbringt so viel Zeit auf der Arbeit, dass man sich dort einfach wohlfühlen muss. Sonst wird man irgendwann gar nicht mehr aufstehen wollen. Umso schöner ist es, dass Dein Job sogar Morgenmuffel munter macht.

    Und wenn Du in Sachen Finanzbuchhaltung und Kontierung mal „Nachhilfe“ brauchst: Ich mache den ganzen Tag kaum etwas Anderes. 😉

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