Vergangenheit und Zukunft

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Ach, was könnte ich Euch alles erzählen über die Ereignisse im letzten halben Jahr meines Lebens und die Gründe für meine lange Abstinenz. Das würde aber ein sehr langer Artikel werden, den sich wohl nur die wenigsten würden durchlesen wollen. Deswegen nur ein kurzer Abriss über die Highlights seit Beginn des Jahres.

Ein lang ersehnter Jugendtraum ging in Erfüllung, als ich zum ersten Mal im Leben Bela B. direkt gegenüber stand. Ein letztenendes doch eher ernüchterndes Erlebnis, was aber nicht unbedingt an ihm lag. Ich finde ihn immer noch großartig.
Ich war auf meinem ersten Tina Dico-Konzert und hatte anschließend die Möglichkeit ihr zu begegnen und ihr endlich persönlich zu sagen, was sie in mir bewegt und anrührt. Das wiederum war ein absolut wunderschönes und erfüllendes Erlebnis.
Ich bin für ein wunderschönes Wochenende in meine Herzensstadt Berlin gereist und bin dort erstmals einem Freund begegnet, den ich jahrelang nur vom Telefon und Skype kannte.
Ich habe jede Menge weiterer Synchronsprecher getroffen, die sich in meinem Buch verewigen mussten.
Zu guter Letzt durfte ich mir im Sauerland bei 6 Grad nachts (im JULI!!) im Zelt den Hintern abfrieren, hatte aber wenigstens ein sehr lustiges Wochenende mit den Motorradfahrern einer der letzten Zechen Deutschlands.

In den Tagen dazwischen war und bin ich vollkommen ausgelastet mit meiner TS-Ausbildung, meinem Französischkurs, meinem neusten Hobby (Geocaching), dem Treffen alter und wunderbarer neuer Freunde und, man glaubt es kaum, ein neues Hobby steht schon in den Startlöchern und wird mir ab Herbst wohl einen weiteren freien Wochentag klauen.

Seit ungefähr 2 Monaten kämpfe ich eher erfolglos gegen mein Gewicht an, aber mein Körper scheint auf nicht ein Kilo seiner eisernen Reserven dauerhaft verzichten zu wollen.
Seit 4 Monaten bin noch wesentlich erfolgloser auf der Suche nach meiner Traumwohnung, aber so wie es aussieht werde ich mein fürchterliches Wohnklo so schnell auch nicht los. Langsam zermürbt es mich. Tausend wundervolle Einrichtungsideen und Vorstellung davon, wie es mal sein könnte und keine davon lässt sich endlich mal angehen.
Seit gefühlten 568 Monaten bin ich auf der Suche nach meinem Herzensmann, aber… ach, lassen wir das… ihr wisst Bescheid…
Und so stehe ich da mit drei enorm bedeutungsvollen Vorhaben, die sich nicht vollenden lassen und kriege in Bezug auf jeden Punkt zu hören, dass es wohl an meinen hohen Ansprüchen scheitert. NEIN, das tut es nicht! Und ehrlich gesagt, es geht hier um mich! Da können meine Ansprüche gar nicht hoch genug sein. So!

Bei all der Aufregung in den letzten Monaten hätte ich hier eigentlich täglich einen Roman schreiben können, allein an der Zeit oder nötigen Muße scheiterte es meist. Und wenn sich dann mal ein Zeitfenster auftat, war gerade tote Hose und es mangelte kräftig an Inspiration. Außerdem ist es auch ganz schön, einfach mal zwischendurch durchatmen und prokrastinieren zu können. Herrje, ich habe es nicht einmal geschafft, regelmäßig die Posts meiner liebsten Mitblogger zu verfolgen. Mein Feedreader platzte schon aus allen Nähten. Zum Glück war es in den letzten zwei Wochen ziemlich öde im Büro, und so habe ich die Zeit genutzt und habe mal eben fünf Monate verpasste Blogosphäre nachgeholt.

Eines ist auf jeden Fall sicher. Aufgeben werde ich diesen Blog so schnell nicht! Dafür liegt mir das Schreiben, und die ganze wundervolle Menschenschaft, die am Bloggen mit dran hängt, viel zu sehr am Herzen.
Dass ich nicht aufhören sollte, wird mir durch Eure Rückmeldungen immer wieder bewusst. Seit Februar hagelte es die ein oder andere Beschwerde bezüglich meiner Schweigephase. Es sollen ja sogar Vermisstenanzeigen bei der Polizei eingegangen sein. Gleichermaßen gab es aber auch immer mal wieder neue Abonnenten, obwohl hier gar nichts passiert ist.
In der Zeit der absoluten Herzbrei-Stille erreichte mich eine Email, die mich wahnsinnig berührte. Ich hoffe, dass die Verfasserin dieser Email es mir nicht übel nimmt, wenn ich sie hier mit Euch teile, denn sie ist so wahnsinnig herzlich und wunderbar, dass ich schon fast stolz bin, so eine Nachricht überhaupt erhalten zu haben.

Hallo liebe Brummsel,

es liegt mir am Herzen Dir eine E-Mail zu schreiben. Ich bin ganz zufaellig ueber eine Google Recherche nach Tina Dico und Ihre Texte auf Deinen Blog gestossen und fand Ihn sofort wunderbar, mir aus der Seele sprechend, herzzerreissend, liebevoll, authentisch, ehrlich… EINFACH NUR LIEBENSWERT! Das sagt jetzt wohl was ueber die Schreiberin selbst aus 🙂

Du bescherst mir einen ganz tollen Abend, weit weg von zu Hause in Mt. Isa/ Australia auf der Selbstfindungsreise meines Lebens. Ich sitze in dem fast groessten Kaff der Welt seit 5 Monaten fest, kann aber die tollen Menschen, die tollen Views und Erlebnisse gerade so schlecht loslassen.. In einigen Wochen geht es dann aber sicherlich weiter nach Alice Springs und nach Adelaide, moechte ja noch etwas sehen von diesem riesigen, (temporaer) wunderbaren Land. Vielen Dank, dass einer der nach Feierabend-Langeweile Mt. Isa Abende auf Brummsel-Weise gefuellt wurde..

Ich stoeber dann mal weiter in Deinen nicht-journalistisch-ambitionierten Texten! Du hast ein tolles Talent!

Liebe Gruesse
Olga

Man beachte bitte, die auf australischen Tastaturen nicht vorhandenen Umlaute. 😉

Wie könnte ich mich nach so einer Email einfach aus dem Staub machen? Jetzt in den Sommerferien wird es auch bei mir alles etwas ruhiger. Meine Kurse haben nämlich auch Sommerpause. Ob ich es zukünftig schaffen werde, wie früher, jeden zweiten Tag zu bloggen, vor allem in der Ausführlichkeit, kann ich heute nicht versprechen. Aber ihr könnt wohl davon ausgehen, dass Ihr mindestens einmal in der Woche hier von mir werdet lesen können. Und wenn mich die Muse küsst, dann gern auch öfter. 😉

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  1. Sie ist zurück, die Brummsel… 🙂 *freu* Endlich neuen Lesestoff…

    Die liiiiiiiiiiebsten Wünsche aus Deiner Herzensstadt, die Dich übrigens vermisst, wie sie mir neulich bei ’nem Kaffee sagte…

  2. Brummsel bin noch immer dabei und schau zwischendurch rein auch wenn Du nicht mehr so viel von Dir gibst 😉 Hoffe, dass es Dir (unbekannterweise) gut geht! Glg aus Hamburg, Olga P.S. Natürlich habe ich nichts dagegen gehabt 😉

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