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Ich möchte gerne meinen liebsten Kurzfilm mit Euch teilen.

Traurig, wunderschön und genau das, was wir uns doch alle irgendwie wünschen!
Und er hilft vielleicht ein klein wenig, die Fisch-Fleisch-Drahtesel-Problematik besser zu verstehen.

Wenn Eure Englischkenntnisse für die wenigen gesprochenen Worte nicht ausreichen, macht das gar nichts. Wichtig ist hier nur was Ihr seht.

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Gedanken zu „Martyrs“

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Titel: Martyrs | Martyrs
Regie: Pascal Laugier
Jahr: 2008
Produktionsland: Frankreich
Genre: Horror / Gore
Farbe

Wie im letzten Artikel berichtet, habe ich von einem Freund den Film Martyrs geschenkt bekommen. Ich habe ihm versprochen, mich zu dem Film zu äußern, was ich hiermit tue. Ich sage es gleich vorab, dies wird keine Kritik, wie ich sie z.B. für Inside geschrieben habe. Jeder der des Googelns mächtig ist, wird alle Informationen zu dem Film finden, die er braucht. Kritiken, Zusammenfassungen und unzählige(!) Warnungen sich diesen Film vielleicht doch besser nicht anzusehen.

Bevor ich auf den eigentlichen Film zu sprechen komme, kurz ein paar Worte zu der 2-Disc-Special-DVD, die ich von meinem Freund geschenkt bekommen habe. Die DVD enthält viele sehr spannende Extras, ein einstündiges Making-of und Interviews mit Regisseur und dem Special-Effects-Mann (der sich leider ein halbes Jahr darauf das Leben nahm).
Zugegebenermaßen raubt das Making-of ein wenig die Illusion, denn natürlich sind all die „schlimmen“ Effekte nichts weiter, als wahnsinnig gute, aber gänzlich unschockierende Handwerkskunst. Wirklich beeindruckt hat mich die Darstellerin des „Dämons“. Ihre grotesken Verrenkungen entspringen keiner hochmodernen CGI-Technik. Stattdessen engagierte man eine Kontorsionistin, die all die Bewegungen tatsächlich selber ausführt. Großartig!
Überrascht war ich vom Regisseur, der in keinster Weise der durchgeknallte Irre ist, wie man sie hinter Horrorfilmmachern gemeinhin erwartet. Ganz im Gegenteil zu den Machern von Inside, die sich selber so unsagbar geil finden, dass sie ihr Splatterwerk sogar bedenkenlos einem achtjährigen Kind zugemutet hätten.

Nun aber zum eigentlichen Film. Filmstarts.de schrieb dazu, Zitat:

Vor allem unsere französischen Nachbarn empfehlen sich seit einiger Zeit als Experten für grimmigen Realo-Horror. Ob nun Alexandre Ajas High Tension, die degenerierte Nazifamilie in Frontier(s) oder der Schwangerschafts-Schocker Inside – jedes Mal versprechen uns die Macher, dass das aber nun wirklich „der härteste Film aller Zeiten“ sei, der Dinge zeige, die man so vorher noch nicht gesehen hat und ganz sicher auch nicht wieder vergessen werde und überhaupt, bla bla bla, schon klar. Letztendlich konnten auch die jungen französischen Wilden ihre vollmundigen Versprechen nur bedingt halten – und der hart gesottene Genrefan wartet noch immer auf „diesen einen Film“, der sich endlich traut. Der weiter geht als alle anderen. Der Tabus bricht, Grenzen überschreitet. Der sich tief in den Magen und die Seele bohrt und dort ein blutiges Chaos aus Entsetzen und Verstörung hinterlässt. Pascal Laugiers „Martyrs“ ist nun „dieser eine Film“.

Nein, genau das ist er NICHT! Und das ist auch gut so! Lies den Rest dieses Beitrags

In Memoriam

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Peer Schmidt (11.03.1926 - 08.05.2010)

Peer Schmidt (11.03.1926 - 08.05.2010)

Heute starb der Schauspieler Peer Schmidt in Berlin.

Er hat nicht nur in vielen Filmen Jean-Paul Belmondo synchronisiert, nein, er hat für mich persönlich auch noch eine ganz besondere Bedeutung. Dank Peer Schmidt war Marlon Brando in der deutschen Fassung von Endstation Sehnsucht genau so perfekt, wie in der originalen. Auch wenn Peer Schmidt natürlich nicht ansatzweise so genuschelt hat, wie Marlon es immer tat. Sein berühmter „Stellaaaaaaaaaa“-Ruf war Brandos Originalversion verblüffend ähnlich und absolut ebenbürtig. Peer Schmidt war, neben Gert-Günther Hoffmann, in meinen Augen die passendste und perfekteste Brando-Stimme. Leider durfte er das in nur zwei Filmen unter Beweis stellen. (Hoffmann durfte sogar nur ein Mal ran. Ich persönlich mochte Helmut Krauss auf Brando nie! Und Harald Juhnke auch nicht! So!)

Schaut man sich die deutsche Version von Endstation Sehnsucht an, so muss man zugeben, dass die Synchronisation wahnsinnig schlecht ist. Sie ist nahezu nie Lippensynchron, auf Labiale wurde keine Rücksicht genommen, teilweise ist der deutsche Satz schon beendet, während die Schauspieler ganz offensichtlich noch weiterreden, oder auch umgekehrt. Kein Vergleich zu der Qualität heutiger Synchronisationen, in denen auf jede Kleinigkeit geachtet wird, damit die Illusion perfekt bleibt. Dennoch muss man Peer Schmidt, Marianne Kehlau und Carola Höhn für Ihre Sprecherleistung in Endstation Sehnsucht anerkennenden Respekt zollen. Sie trafen die Emotionen auf den Punkt. Sie sprachen nicht, sie spielten die Rollen mit aller schauspielerischen Leidenschaft!

Weitere Hörproben:

Nun ist Peer Schmidt im Alter von 84 Jahren (auch wenn jetzt fälschlicherweise alle 86 Jahre titeln) nach länger Krankheit gestorben. Mit ihm verließ der Letzte der Endstation Sehnsucht Riege (sowohl an Schauspielern, als auch die Sprechern) die große Bühne des Lebens.

Danke Peer für Deine tolle Stimme. Mögest Du in Frieden ruhen. Grüße mir Marlon auf seiner Wolke!

Was in Kinderhirnen manchmal so vor sich geht…

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Manchmal geht das Leben schon ungewöhnliche Wege. Als ich diesen Blog eröffnete, war ich vor allem von der Angst getrieben, dass ich nicht wissen könnte, worüber ich schreiben soll, dass mir ganz schnell die Themen ausgehen könnten. Doch mittlerweile sprudelt es in meinem Kopf nur so vor Ideen. Ich weiß gar nicht, wann ich all das hier niederschreiben soll, was bisher schon so auf meiner Liste steht.

Vielleicht ist mein Blog ein wenig ungewöhnlich. Er widmet sich weder einem speziellen Thema, noch ähnelt er den anderen Blogs, die vorrangig als öffentliche Tagebücher fungieren. Auch haben meine Beiträge nicht die übliche Länge, sondern ufern nicht selten in halbe Romane aus. Dass dadurch ständig das Damokles-Schwert über mir hängt,  meine Leser abzuschrecken oder zu langweilen, ist mir bewusst.
Meine ursprüngliche Intention lag darin, mehr und mehr Schreiberfahrung zu erlangen und an meinem Schreibstil zu feilen. Das trifft auch noch immer zu, aber ich gebe zu, dass dieser Blog mittlerweile eher zu einer Spielwiese für mein unbändiges Mitteilungsbedürfnis geworden ist. Alles was mir irgendwie und irgendwann so durch den Kopf geht, erweckt in mir zeitgleich das Bedürfnis, es hier zu verewigen.

So findet auch mein momentaner Gedanke seinen Weg in dieses kleine Blöglein. Ich habe gerade, wohl zum fünfundzwanzigsten Mal, den wunderbaren Film „Meuterei auf der Bounty“ mit meinem geliebten Marlon Brando gesehen. Macht euch schon mal auf eine weitere endlose Liebeserklärung gefasst. 😉

Der Film spielt in den Jahren 1787-1790 und wurde 1962 gedreht. Und während ich gerade den Film genoss, erinnerte ich mich schmunzelnd daran, dass ich in meiner Kindheit, als ich weder Ahnung vom Leben noch vom Filmgeschäft hatte, immer glaubte, alle Filme seien in der Zeit gedreht worden in der sie spielen. Das führte gleichzeitig zu der Annahme, dass der Mensch schon seit ungefähr 500 Jahren Filme dreht. Seltsamerweise war mir dennoch bewusst, dass es sich um Schauspiel handelt. Als Kind habe ich die Serie „Unsere kleine Farm“ geliebt. Die Geschichte der Serie beginnt ca. im Jahre 1873 und wurde 1974-1983 gedreht. In der Zeit in der ich die Serie verfolgte, glaubte ich zwar nicht unbedingt sie wäre 1873 gedreht worden, weil mir gar nicht bewusst war, wann die Serie spielen sollte, sondern glaubte, dass man in Walnut Grove, Amerika, immer noch so rückständig lebt, sich mit Pferd und Wagen fortbewegt und zu Sechst auf 30m² lebt. Weiß der Henker, was damals in meinem Kopf vorging.
Dieser sehr lustige Gedanke erinnerte mich wiederum daran, dass auch mein Vater in seiner Kindheit einem sehr lustigen Irrglauben aufgesessen war. Immer wenn in einem Film jemand erschossen oder anderswie ermordet wurde, war er davon überzeugt, dass man für diese Rollen Verbrecher engagiert hatte, die eh die Todesstrafe hätten bekommen sollen, um diese dann vor der Kamera zu vollstrecken. Man hätte ja schlecht gute und unschuldige Menschen für einen Film erschießen können. 😀

Nun frage ich Euch:
Welchen seltsamen Irrglauben seid Ihr in Eurer Kindheit auf den Leim gegangen? Dabei ist es völlig egal, ob es sich auf Filme oder ganz andere Lebensbereiche bezieht. Wovon wart Ihr als Kind felsenfest überzeugt, von dem Ihr heute wisst, dass es absoluter Nonsens ist? Von Weihnachtsmann und Osterhase möchte ich hier allerdings nichts hören…
Ich freue mich sehr auf Eure Kommentare!!!

Eine Liebeserklärung: Endstation Sehnsucht

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DVD Cover

Titel: Entstation Sehnsucht |
A Streetcar named Desire
Regie: Elia Kazan
Jahr: 1951
Produktionsland: USA
Genre: Drama
s/w

Dieser wunderbare Film legte den Grundstein für meine große Liebe zu Marlon Brando. Doch er ist es nicht allein, der diesen Film zu einem meiner Lieblingsfilme machte. Die gesamte Cast und ihre schauspielerische Leistung, sowie natürlich die großartige Vorlage und ihre filmische Umsetzung machen diesen Klassiker zu einem Meisterwerk.

Endstation Sehnsucht beruht auf dem gleichnamigen Theaterstück von Tennessee Williams, welches 1947  in New York uraufgeführt wurde und dem Autor sogleich den Pulitzer-Preis einbrachte. Der Film weicht in einigen Punkten von der Vorlage ab, vorrangig deshalb, weil die Geschichte einige (für damalige Verhältnisse) „heiße Eisen“ anfasst, die der Zensur der Filmindustrie zum Opfer fielen. Meine Liebeserklärung gilt hier jedoch dem Film und nicht der Vorlage, welche diese aber natürlich genauso verdient hätte.

Kurzzusammenfassung:
Der Film erzählt die Geschichte von Blanche DuBois (Vivien Leigh). Blanche ist eine alternde Schönheit, die aus altem Südstaaten-Adel stammt. Ihre Schwester Stella (Kim Hunter) lebt mittlerweile in New Orleans und ist mit dem rohen und herben Stanley (Marlon Brando) verheiratet.
Blanche reist nach New Orleans um Ihre Schwester zu besuchen. Sie ist verzweifelt, denn das geliebte Familienanwesen „Belle Rêve“ musste versteigert werden. Die Familie ist finanziell ausgebrannt. Zudem hat sie soeben ihre Anstellung als Lehrerin verloren.
Als Blanche Stanley begegnet, dem Stella vor allem sexuell verfallen ist, empfindet sie von Beginn an Verachtung für ihn. Er ist polnischer Herkunft, arbeitet als Automechaniker, trinkt zu viel, pokert und bowlt mit seinen Freunden, die untereinander nicht gerade zimperlich miteinander umgehen. Aus Blanches Sicht ist Stella zu gut für Stanley. Stanley wiederum ist genervt von Blanches affektierter Art, die immer wieder auf Ihre gute Erziehung und vornehme Herkunft hinweist und sich offensichtlich für etwas Besseres hält.
Die Verachtung die Blanche und Stanley füreinander empfinden, sorgt immer wieder für Spannungen unter allen drei Protagonisten. Blanche versucht Stella ihrem Mann zu entfremden, was ihr nur im Ansatz gelingt. Stella ist hin und her gerissen, denn sie will auch ihre Schwester unterstützen, welche immer wahnsinniger zu werden scheint. Davon, dass Blanche selber zahlreiche sexuelle Affären hinter sich hat und ihre Anstellung auf Grund einer Liaison mit einem Schüler verloren hat, ahnt Stella natürlich nichts. Stanley jedoch, der in Blanche eine Gefahr für seine Ehe sieht, deckt die dunkle Vergangenheit nach und nach auf. So bringt er auch seinen Freund Mitch (Karl Malden) von Blanche ab, der sich in diese verliebt hatte und sie heiraten wollte. Blanche verkriecht sich immer mehr in Ihre Traumwelt, bis sie zwischen Illusion und Realität nicht mehr unterscheiden kann und schließlich dem Wahnsinn vollends verfällt. Lies den Rest dieses Beitrags

Eine Kritik: Inside

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Inside Cover

Titel: Inside | À l’intérieur
Regie: Alexandre Bustillo, Julien Maury
Jahr: 2007
Produktionsland: USA
Genre: Horror / Splatter
Farbe

Nachdem ich mir für längere Zeit vorrangig Filme für Herz und Seele angesehen habe, war es gestern abend mal wieder Zeit für einen Horror-Schocker. „Inside“ sollte es werden. Ein Film auf den ich auf Jamie Fraters großartiger Seite listverse.com aufmerksam geworden bin. Jamie habe ich schon eine Menge guter Filme zu verdanken, vom Schmachtfetzen bis zum brutalsten Gore. Da ich ja, man mag es kaum glauben, immer für blutrünstigen Horror zu haben bin und Jamie sich derart positiv geäußert hat, dachte ich mir, es wäre an der Zeit mir eine eigene Meinung bilden.

Worum geht es?
Sarah ist hochschwanger und steht kurz vor der Niederkunft. Vier Monate vorher hatte sie jedoch einen schweren Autounfall, welchen sie selber nur knapp überlebt hat. Doch ihren Ehemann hat sie bei diesem Unglück verloren. Nun ist es Weihnachten und am nächsten Tag soll die Geburt eingeleitet werden. In ihrer schweren Situation ist ihr nicht nach der Gesellschaft ihrer Mutter und so beschließt sie, Weihnachten allein zu verbringen und der Geburt ihres Kindes entgegenzusehen. Was sie jedoch nicht ahnt ist, dass eine psychopathische Unbekannte, im Folgenden „La Famme“ genannt, ihr nach dem ungeborenen Kind trachtet. Bewaffnet mit einer Schere und später auch allem anderen, das man in einem Haus als Waffe gebrauchen kann, beginnt sie ein blutiges Schlachtfest, um sich dem Objekt Ihrer Begierde zu ermächtigen. Lies den Rest dieses Beitrags