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Eine Liebeserklärung: Tina Dico

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Einen Moment lang hatte ich überlegt mit diesem Beitrag zu warten, bis ich alle 7 Platten von Tina Dico kenne, aber ich muss davon ausgehen, dass ich dann aus dem Schwärmen überhaupt nicht mehr heraus gekommen und dieser Beitrag zehn Seiten lang geworden wäre. Bisher basiert meine große Liebe zu Tina auf nur zwei Alben:  „Count to Ten“ und „A Beginning, A Detour, An Open Ending“ und das reichte auch vollkommen aus, um mein Herz und meine Seele im Sturm zu erobern.

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Name: Tina Dico | gebürtig Tina Dickow
Geburtstag: 14.10.1977
Geburtsort: Århus in Dänemark
veröffentliche Platten: 7 seit 2001

In ihrem Heimatland Dänemark veröffentlicht Tina ihre Platten unter
ihrem Geburtsnamen Tina Dickow, in allen anderen Ländern unter Tina Dico.

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Jemandem mit Worten zu beschreiben, was das Besondere, das Emotionale, das Ausgereifte und das Berührende an einer Platte ist, ist gar nicht so einfach. Es ist ein bisschen so, als wolle man einem Blinden die Schönheit der Morgenröte erklären. Tinas Musik ist mindestens so schön wie die Morgenröte, aber glaubt ihr mir das, nur weil es hier steht und würde ihr dieser simple Satz gerecht? Mitnichten. Meine einzige Chance liegt also darin, Euch verbal so viele Leckerbissen vor die Füße zu schmeißen, dass Ihr neugierig genug werdet, selber in ihre Platten hineinzuhören, um Euch dann zu verlieben.

Als ich bei „Inas Nacht“ das erste Mal über Tina stolperte, war ich so begeistert, dass ich mir den dort präsentierten Song „Count to Ten“ sofort bei iTunes organisierte. Schon eine halbe Stunde später, und nach ein wenig weiterer Recherche bei YouTube, stattete ich iTunes virtuell einen zweiten Besuch ab und kaufte auch noch den Rest des Albums.  Ich muss zugeben, dass in den folgenden Tagen der Song „Count to Ten“ zwar auf Heavy Rotation auf meinem iPod lief, aber der Rest des Albums zunächst ein wenig von mir vernachlässigt wurde. Ich bin der festen Überzeugung, dass jeder Gegenstand, vom T-Shirt bis zum Küchenquirl, einmal seinen großen Tag im Leben seines Besitzers bekommt, auch wenn er vorher ein wenig beachtetes Dasein im Schrank fristete. Und so musste auch Tinas Album auf seinen großen Moment in meinem Leben warten.
Es gab dann so ein bis zwei Abende, für die ich eine ruhige Hintergrundmusik zur Untermalung brauchte und dazu Tina Dico wählte, jedoch ohne mich in diesen Momenten weiter mit dem Album auseinanderzusetzen. Ich weiß auch gar nicht mehr, wie und wann es passierte, doch es war ein Abend an dem ich wieder mal allein in meiner Wohnung saß und über mein Leben sinnierte, als mein iPod auf seiner BOSE-Station bei dem Song „Craftsmanship and Poetry“ ankam und ich einfach mal aufmerksam dem Text lauschte. Nach 3:50 min war ich völlig in Tränen aufgelöst und endgültig Tina-infiziert. Lies den Rest dieses Beitrags

Eine Liebeserklärung: Endstation Sehnsucht

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DVD Cover

Titel: Entstation Sehnsucht |
A Streetcar named Desire
Regie: Elia Kazan
Jahr: 1951
Produktionsland: USA
Genre: Drama
s/w

Dieser wunderbare Film legte den Grundstein für meine große Liebe zu Marlon Brando. Doch er ist es nicht allein, der diesen Film zu einem meiner Lieblingsfilme machte. Die gesamte Cast und ihre schauspielerische Leistung, sowie natürlich die großartige Vorlage und ihre filmische Umsetzung machen diesen Klassiker zu einem Meisterwerk.

Endstation Sehnsucht beruht auf dem gleichnamigen Theaterstück von Tennessee Williams, welches 1947  in New York uraufgeführt wurde und dem Autor sogleich den Pulitzer-Preis einbrachte. Der Film weicht in einigen Punkten von der Vorlage ab, vorrangig deshalb, weil die Geschichte einige (für damalige Verhältnisse) „heiße Eisen“ anfasst, die der Zensur der Filmindustrie zum Opfer fielen. Meine Liebeserklärung gilt hier jedoch dem Film und nicht der Vorlage, welche diese aber natürlich genauso verdient hätte.

Kurzzusammenfassung:
Der Film erzählt die Geschichte von Blanche DuBois (Vivien Leigh). Blanche ist eine alternde Schönheit, die aus altem Südstaaten-Adel stammt. Ihre Schwester Stella (Kim Hunter) lebt mittlerweile in New Orleans und ist mit dem rohen und herben Stanley (Marlon Brando) verheiratet.
Blanche reist nach New Orleans um Ihre Schwester zu besuchen. Sie ist verzweifelt, denn das geliebte Familienanwesen „Belle Rêve“ musste versteigert werden. Die Familie ist finanziell ausgebrannt. Zudem hat sie soeben ihre Anstellung als Lehrerin verloren.
Als Blanche Stanley begegnet, dem Stella vor allem sexuell verfallen ist, empfindet sie von Beginn an Verachtung für ihn. Er ist polnischer Herkunft, arbeitet als Automechaniker, trinkt zu viel, pokert und bowlt mit seinen Freunden, die untereinander nicht gerade zimperlich miteinander umgehen. Aus Blanches Sicht ist Stella zu gut für Stanley. Stanley wiederum ist genervt von Blanches affektierter Art, die immer wieder auf Ihre gute Erziehung und vornehme Herkunft hinweist und sich offensichtlich für etwas Besseres hält.
Die Verachtung die Blanche und Stanley füreinander empfinden, sorgt immer wieder für Spannungen unter allen drei Protagonisten. Blanche versucht Stella ihrem Mann zu entfremden, was ihr nur im Ansatz gelingt. Stella ist hin und her gerissen, denn sie will auch ihre Schwester unterstützen, welche immer wahnsinniger zu werden scheint. Davon, dass Blanche selber zahlreiche sexuelle Affären hinter sich hat und ihre Anstellung auf Grund einer Liaison mit einem Schüler verloren hat, ahnt Stella natürlich nichts. Stanley jedoch, der in Blanche eine Gefahr für seine Ehe sieht, deckt die dunkle Vergangenheit nach und nach auf. So bringt er auch seinen Freund Mitch (Karl Malden) von Blanche ab, der sich in diese verliebt hatte und sie heiraten wollte. Blanche verkriecht sich immer mehr in Ihre Traumwelt, bis sie zwischen Illusion und Realität nicht mehr unterscheiden kann und schließlich dem Wahnsinn vollends verfällt. Lies den Rest dieses Beitrags