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Deutsche Sprech, schwere Sprech

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Da hat der Spiegel aber mal hervorragend von seiner eigenen Kolumne gelernt. Bevor der Dativ weiterhin dem Genitiv sein Tod sein tut, hat man dort den Dativ lieber gleich komplett verbannt. Das nenne ich Konsequenz!

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Allüren schüren

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Ist es nicht wunderbar wenn der Tag damit beginnt, dass mir schon am frühen Morgen die Galle überkocht?

Dass man auf RTL keine hohen Stücke halten kann, sollte für die meisten Menschen kein Geheimnis sein. Leider ist es das aber doch! Mir begegnen immer noch genug Menschen, die ihre Argumente mit dem Satz „Aber das hab ich bei RTL gesehen“ untermauern. Allein aus Gründen der Höflichkeit, breche ich derartige Unterhaltungen nicht auf der Stelle ab. Sollte ich aber! Besser wär’s! Denn RTL meidet guten Journalismus, wie Marcel Reich-Ranicki den Deutschen Fernsehpreis. Oder die guten Journalisten meiden RTL. Das ist wohl eher des Pudels Kern.
Wenn man sagt, RTL ist die BILD-Zeitung in bewegten Bildern, dann ist das schon lange nicht mehr falsch. Ihre enge Zusammenarbeit in den letzten Jahren darf da gern als endgültiger Beweis angesehen werden. So mag es kaum verwundern, dass ich sowohl der BILD-Zeitung, als auch RTL kaum mehr als das Datum glaube. Wenn das nicht schon zu viel ist.

Wie bereits erwähnt, bin ich ein großer Fan von Oslog.tv. Stefan Niggemeier und Lukas Heinser sind schon mal nach Oslo gereist und dokumentieren den ganzen Grand-Prix-Trubel in einem Video-Blog, kurz Vlog. Dort konnte man schon am Sonntag, Ausschnitte aus Lenas Pressekonferenz nach den ersten Proben sehen. Natürlich war auch eine Reporterin von RTL anwesend und es ereignete sich folgender Dialog: Lies den Rest dieses Beitrags

Von Intellektuellen, “Gutmenschen” und Political Correctness

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Im Laufe eines normalen Tages bewege ich mich ein paar Stunden im Internet. Es beginnt immer damit, dass ich meine favorisierten Blogs durchstöbere, die mich dann meist wieder auf andere Seiten bringen, dann auf GoogleNews surfe und von Schlagzeile zu Schlagzeile springe. Da ich keine Zeitung abonniert habe, aber dennoch wissen will, was auf der Welt vor sich geht, bediene ich mich des Internets. Dabei bin ich bemüht meine Informationen aus „vertauenswürdigen“ Quellen zu erhalten und sehr oft lese ich zu einem einzigen Thema, die Beiträge verschiedener journalistischer Medien. Wer und was wirklich vertauenswürdig ist, ist nicht immer leicht zu filtern. Heute glaubst Du noch, dass ein spezielles Medium ordentlich recherchiert und Meinungsmache umgehen will, am nächsten Tag findest Du in demselben Medium einen Artikel, der all den guten Glauben wieder zunichte macht. Sagen wir jetzt einfach mal es gibt 20 große und wichtige Zeitungen und journalistische Blogs, dann kann man fast davon ausgehen, dass es zu einem Thema auch 20 unterschiedliche Meinungen und Ansichten gibt, wobei jeder von sich behauptet „Qualitätsjournalismus“ zu betreiben und auch die einzig wahre Sichtweise auf die Dinge gefunden zu haben. Wenn man sich einfach nur informieren will, besonders wenn es ein Thema ist, zu dem man selber noch gar keine allzu dezidierte Meinung hat, weil man ja eben noch nicht informiert ist, dann fällt es ziemlich schwer, Qualität von Nonsens zu unterscheiden. Zu erkennen ob eine Hintergrundinformation korrekt oder nicht korrekt recherchiert wurde. Festzustellen ob die Meinung zu der man tendiert überhaupt die richtige, ethisch korrekte Meinung wäre. Dabei macht es keinen Unterschied ob man sich in gedruckten Zeitungen oder im Internet informiert. Doch im Internet kommt noch ein ganz entscheidender Punkt hinzu. Einer, der das ganze Dilemma noch verschärft. Die Rede ist von den Kommentarspalten. Aufgrund der Kommentarspalten sieht man sich dann nämlich nicht nur mit den 20 verschiedenen Ansichten der 20 verschiedenen Medien konfrontiert, sondern auch noch mit den Meinungen von 20.000 Mitbürgern.

Neben den eigentlichen Artikeln lese ich sehr oft auch die dazugehörigen Kommentare mit großem Interesse, oft in der Hoffnung, dass sie meine eigene Meinungsfindung unterstützen. Doch je mehr Themen von immer mehr Menschen aus den unterschiedlichsten Schichten kommentiert werden, desto mehr muss ich mich von dieser Hoffnung verabschieden. Dabei sind das Problem nicht die unterschiedlichen Meinungen zu einem Thema an sich. Das wahre Problem der Kommentarspalten liegt in der Art und Weise wie viele Menschen ihre Meinungen vertreten. Lies den Rest dieses Beitrags