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Anrufbeantworter

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Vor einiger Zeit habe ich mir mal eine Anrufbeantworter-Ansage zusammengebastelt. Aufgrund technischer Schwierigkeiten war es leider nicht möglich, das Ergebnis auch tatsächlich auf meinen AB zu bringen. Da ich das Ergebnis aber ganz besonders toll finde, möchte ich es Euch nicht vorenthalten.

Dieser Beitrag darf im Übrigen gern als Quiz verstanden werden. Welche Hollywoodstars glaubt Ihr dort zu hören?
Es versteht sich von selbst, dass ich eine Kommentarflut erwarte!

PS: Experten aus Berlin, deren Namen mit einem T. beginnen, sind von diesem Quiz selbstverfreilich ausgeschlossen !!


AUFLÖSUNG (Edit | 24.10.2010):

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R.I.P. Gerlach Fiedler

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Eine der außergewöhnlichsten Reibeisenstimmen Deutschlands ist von uns gegangen.

Gerlach Fiedler war vielen bekannt als das erste Krümmelmonster (es gab später noch andere) und wird in meinem Herzen für alle Zeit liebevoll der „Naja“-Mann genannt werden. In der Drei-Fragezeichen-Folge „Der Karpartenhund“ sagte er innerhalb von 1,5-2 Minuten gefühlte 100 Mal das Wort „Naja“. 😉

Gerlach Fiedler wurde 85 Jahre alt. Sprecherfans wie ich werden ihn schmerzlich vermissen!
Möge er in Frieden ruhen, wo er immer nun sein mag!

Post für die Brummsel

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Gestern kam mal wieder ein großer Umschlag für mich an. Ein Geschenk! Diesmal aus Berlin!
Nachdem er über eine Woche unterwegs war, hatte ich mit seiner Ankunft eigentlich schon nicht mehr gerechnet, aber dann tauchte er doch noch auf. Welch große Freude!

Liebes Tinolino, ich freue mich ganz wahnsinnig doll und danke von ganzem Herzen. Ich weiß noch nicht, wann ich mir das alles ansehen soll, aber ich denke, jeden Abend ein Film wird irgendwie machbar sein. Und dann muss ich irgendwann auch anfangen, Schlick.tv ordentlich zu berauben und zu beschneiden, denn irgendwie müssen all die Datenbank-Lücken ja geschlossen werden.

Wie bitte? Was drin war im Paket? Gaaaanz viele DVDs, die meine, in Stimmen verliebte Seele, ganz dolle Luftsprünge machen lassen.
Nur eines würde mich noch mehr freuen! Aber was das ist, verrate ich nicht, denn das liebe -lino weiß das ja.

Danke nach Börliiiiiiiiiin!

Ich freu mich sooooo Prima Vista

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Zwickmühle hin oder her, der gestrige Tag wurde zum bisher schönsten des Jahres und endete mit der Erkenntnis, alles richtig gemacht zu haben! Holt Euch erstmal flott ein Käffchen und Kekse. Es ist soooo viel passiert, dass dieser Bericht seeeehr lang geworden ist!

Prima Vista
Hach, Köln ist doch immer eine Reise wert. Freut man sich in der einen Minute noch über das Auftauchen des Doms am Horizont, bekommt man in der nächsten Minute schon hektische Flecken von der elenden Parkplatzsucherei. Selbst Hinweisschilder auf vermeintliche Parkhäuser enden im Nirgendwo, und ohne meine Navi, hätten wir wohl nie eines gefunden. Nachdem aber auch diese Hürde genommen und mein Puls sich wieder auf ein Normalmaß beruhigt hat, schlendern Nina und ich zum ARTheater, nur damit mein Puls bei Ankunft direkt wieder in nie gekannte Höhen schnellt. Dieses hinterhältige Scheißerchen! Denn kaum, dass wir unser Ziel erreichen, schaue ich von hinten auf einen blanken Schädel und denke kurz, „Ha, wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich jetzt denken, da stünde Oliver Rohrbeck“.  Noch bevor ich den Gedanken zu Ende bringen kann, erblicke ich auch schon David und Simon, ins Gespräch vertieft und an einem Zaun lehnend. Um bloß nicht durch unkontrollierte Freudenschreie negativ aufzufallen, kralle ich mich in Ninas Arm fest und gehe strammen Schrittes weiter, vorbei an dem blanken Schädel. Als wir vor dem Theater stehen bleiben, drehe ich mich um und schaue…. direkt in Oliver Rohrbecks Gesicht. Woaaaah, Brummsel, jetzt nur nicht durchdrehen! Ganz ruhig. Du bist kein Teenie! Du fällst nicht in Ohnmacht! Du bist schon groß! Und cool! Und NICHT peinlich! Lies den Rest dieses Beitrags

Los geht’s!

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Auf geht’s Richtung Kölle! Simon, David, schnallt Euch an… fest… äh rennt weg! Dit Brummselsche kommt! 😉

Ich freue mich sehr, auch wenn mein Herz noch immer ein wenig trauert, den Grand-Prix zu verpassen. Aber mein Videorekorder ist programmiert (Memo an mich: zu Weihnachten einen Festplattenrekorder wünschen, denn man kann doch tatsächlich keine Videokassetten mehr kaufen…), der Festplattenrekorder von Mums Freund ebenfalls und wenn nicht morgen sowieso schon 1000 Mitschnitte auf YouTube laufen, ginge es mit dem Teufel zu!

Zwischenzeitlich habe ich meine private Bibliothek auf den Kopf gestellt, um einen passenden Text für Simon und David zu finden. „Warten auf Godot“ habe ich jetzt einfach mal zu Hause gelassen. Als wenn die das nicht schon 100 Mal hätten vorlesen müssen. Shakespeare und Goethe bleiben auch im Schrank. Alles andere ist aber entweder zu lang, zu traurig, zu normal oder sonst was. Also ist „Guten Tag kleines Schweinchen“ von Janosch nun mein Begleiter. Ob ich mich trauen werde es vorzulegen bleibt abzuwarten. Aber so kann ich auf jeden Fall noch auf den Preis für den „kindischsten Beitrag des Abends“ hoffen. Grimms Märchen hätten sich noch angeboten (Nein, die sind NICHT für Kinder, die sind sehr brutal und gruselig!!!), aber mein Sammelband wiegt ca. 5 Kilo und das tu ich mir nicht an!

Noch heute Nacht gibt es Fotos und eine kurze Zusammenfassung. Drückt mir die Daumen für ein gelungenes Simon-Foto (mit mir natürlich!) und betet schön, dass das kleine Brummselchen nicht vor Ehrfurcht kollabiert…. 😉

Die Zwickmühle, Teil 2

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Meine drei Stammleser der ersten Stunde, werden sich an mein vor einiger Zeit geschildertes Problem erinnern.
Am Samstag, den 29.Mai, stehe ich vor der schweren Entscheidung: Simon und David oder Lena?

Ehrlich gesagt, werde ich langsam immer hibbeliger und immer heißer auf den Grand-Prix. Besonders jetzt, wo es auch noch Oslog.tv gibt. Einen derart heiß gehandelten deutschen Beitrag nicht live, also live vor dem Fernseher, zu sehen, wäre schon irgendwie ärgerlich.
Andererseits höre ich gerade mal wieder ein Hörbuch mit Simon Jäger. Eine derart heiße Stimme nicht endlich live, also live und zwei Meter von mir entfernt, zu hören, wäre ebenfalls sehr ärgerlich.

Aber die Entscheidung ist gefallen und ihr habt mir dabei sehr geholfen. In meiner Umfrage habt ihr mit 4 zu 2 für Simon und David gestimmt. Vor allem aber, habt ihr diese Entscheidung in den Kommentaren sehr gut begründet.
Darum heißt es jetzt am Samstag:

Mein Plan sieht folgendermaßen aus. Während ich mich in Köln noch ein bisschen mehr „verliebe“, läuft zu Hause mein Videorekorder (jaaa, ich bin noch von vorgestern) auf Hochtouren. Da der Grand-Prix für seine Überlänge bekannt ist, komme ich ja sogar vielleicht noch rechtzeitig zur Entscheidung nach Hause. Auf jeden Fall, werde ich mir die Aufzeichung noch am gleichen Abend ansehen und mir einbilden, es wäre live. (Markus, ich danke von Herzen für Dein tolles Angebot, aber ich kann leider nicht warten, bis das VVV-Wochenende vorrüber ist.)

Jetzt bleibt nur noch ein Problem: Ich habe zwei Karten für die Prima Vista Lesung, aber noch keine Begleitung!!!

Ja, diese Aussage ist durchaus als Aufruf zu verstehen. Wer also ebenfalls bereit wäre auf Lena zu verzichten, und ebenfalls Interesse an den wunderbaren Stimmen von Johnny Depp und Heath Ledger hat, darf jetzt „Hier!“ schreien.
Ich gehe nicht davon aus, dass der Andrang besonders groß sein wird, zumal dieser Samstag sehr viele Alternativen bereithält: Grand-Prix, „Verliebt. Verlobt. Verlassen!“, Klitschko-Kampf auf Schalke…
Wahrscheinlich wird es eher so sein, dass ich am Ende bei irgendjemandem betteln muss, mich doch bitte nicht allein fahren zu lassen. Sollte jedoch mehr als eine Person scharf darauf sein, mit mir nach Kölle zu düsen, bekommt die Person die Karte, die mir am besten begründen kann, warum sie die zweite Karte unbedingt haben muss!

Kloppt Euch…

In Memoriam

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Peer Schmidt (11.03.1926 - 08.05.2010)

Peer Schmidt (11.03.1926 - 08.05.2010)

Heute starb der Schauspieler Peer Schmidt in Berlin.

Er hat nicht nur in vielen Filmen Jean-Paul Belmondo synchronisiert, nein, er hat für mich persönlich auch noch eine ganz besondere Bedeutung. Dank Peer Schmidt war Marlon Brando in der deutschen Fassung von Endstation Sehnsucht genau so perfekt, wie in der originalen. Auch wenn Peer Schmidt natürlich nicht ansatzweise so genuschelt hat, wie Marlon es immer tat. Sein berühmter „Stellaaaaaaaaaa“-Ruf war Brandos Originalversion verblüffend ähnlich und absolut ebenbürtig. Peer Schmidt war, neben Gert-Günther Hoffmann, in meinen Augen die passendste und perfekteste Brando-Stimme. Leider durfte er das in nur zwei Filmen unter Beweis stellen. (Hoffmann durfte sogar nur ein Mal ran. Ich persönlich mochte Helmut Krauss auf Brando nie! Und Harald Juhnke auch nicht! So!)

Schaut man sich die deutsche Version von Endstation Sehnsucht an, so muss man zugeben, dass die Synchronisation wahnsinnig schlecht ist. Sie ist nahezu nie Lippensynchron, auf Labiale wurde keine Rücksicht genommen, teilweise ist der deutsche Satz schon beendet, während die Schauspieler ganz offensichtlich noch weiterreden, oder auch umgekehrt. Kein Vergleich zu der Qualität heutiger Synchronisationen, in denen auf jede Kleinigkeit geachtet wird, damit die Illusion perfekt bleibt. Dennoch muss man Peer Schmidt, Marianne Kehlau und Carola Höhn für Ihre Sprecherleistung in Endstation Sehnsucht anerkennenden Respekt zollen. Sie trafen die Emotionen auf den Punkt. Sie sprachen nicht, sie spielten die Rollen mit aller schauspielerischen Leidenschaft!

Weitere Hörproben:

Nun ist Peer Schmidt im Alter von 84 Jahren (auch wenn jetzt fälschlicherweise alle 86 Jahre titeln) nach länger Krankheit gestorben. Mit ihm verließ der Letzte der Endstation Sehnsucht Riege (sowohl an Schauspielern, als auch die Sprechern) die große Bühne des Lebens.

Danke Peer für Deine tolle Stimme. Mögest Du in Frieden ruhen. Grüße mir Marlon auf seiner Wolke!

Eine Liebeserklärung: Endstation Sehnsucht

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DVD Cover

Titel: Entstation Sehnsucht |
A Streetcar named Desire
Regie: Elia Kazan
Jahr: 1951
Produktionsland: USA
Genre: Drama
s/w

Dieser wunderbare Film legte den Grundstein für meine große Liebe zu Marlon Brando. Doch er ist es nicht allein, der diesen Film zu einem meiner Lieblingsfilme machte. Die gesamte Cast und ihre schauspielerische Leistung, sowie natürlich die großartige Vorlage und ihre filmische Umsetzung machen diesen Klassiker zu einem Meisterwerk.

Endstation Sehnsucht beruht auf dem gleichnamigen Theaterstück von Tennessee Williams, welches 1947  in New York uraufgeführt wurde und dem Autor sogleich den Pulitzer-Preis einbrachte. Der Film weicht in einigen Punkten von der Vorlage ab, vorrangig deshalb, weil die Geschichte einige (für damalige Verhältnisse) „heiße Eisen“ anfasst, die der Zensur der Filmindustrie zum Opfer fielen. Meine Liebeserklärung gilt hier jedoch dem Film und nicht der Vorlage, welche diese aber natürlich genauso verdient hätte.

Kurzzusammenfassung:
Der Film erzählt die Geschichte von Blanche DuBois (Vivien Leigh). Blanche ist eine alternde Schönheit, die aus altem Südstaaten-Adel stammt. Ihre Schwester Stella (Kim Hunter) lebt mittlerweile in New Orleans und ist mit dem rohen und herben Stanley (Marlon Brando) verheiratet.
Blanche reist nach New Orleans um Ihre Schwester zu besuchen. Sie ist verzweifelt, denn das geliebte Familienanwesen „Belle Rêve“ musste versteigert werden. Die Familie ist finanziell ausgebrannt. Zudem hat sie soeben ihre Anstellung als Lehrerin verloren.
Als Blanche Stanley begegnet, dem Stella vor allem sexuell verfallen ist, empfindet sie von Beginn an Verachtung für ihn. Er ist polnischer Herkunft, arbeitet als Automechaniker, trinkt zu viel, pokert und bowlt mit seinen Freunden, die untereinander nicht gerade zimperlich miteinander umgehen. Aus Blanches Sicht ist Stella zu gut für Stanley. Stanley wiederum ist genervt von Blanches affektierter Art, die immer wieder auf Ihre gute Erziehung und vornehme Herkunft hinweist und sich offensichtlich für etwas Besseres hält.
Die Verachtung die Blanche und Stanley füreinander empfinden, sorgt immer wieder für Spannungen unter allen drei Protagonisten. Blanche versucht Stella ihrem Mann zu entfremden, was ihr nur im Ansatz gelingt. Stella ist hin und her gerissen, denn sie will auch ihre Schwester unterstützen, welche immer wahnsinniger zu werden scheint. Davon, dass Blanche selber zahlreiche sexuelle Affären hinter sich hat und ihre Anstellung auf Grund einer Liaison mit einem Schüler verloren hat, ahnt Stella natürlich nichts. Stanley jedoch, der in Blanche eine Gefahr für seine Ehe sieht, deckt die dunkle Vergangenheit nach und nach auf. So bringt er auch seinen Freund Mitch (Karl Malden) von Blanche ab, der sich in diese verliebt hatte und sie heiraten wollte. Blanche verkriecht sich immer mehr in Ihre Traumwelt, bis sie zwischen Illusion und Realität nicht mehr unterscheiden kann und schließlich dem Wahnsinn vollends verfällt. Lies den Rest dieses Beitrags

Die Zwickmühle

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Derzeit habe ich ein echtes Problem. Nicht so ein kleines „Ach, das löst sich von allein“-Problem, sondern ein wirkliches. Zumindest in meinen Augen. Ich stecke nämlich in einer wahren Zwickmühle.

Das Problem ist das Folgende:

Wer meinen Blog liest, oder mich wahlweise zufällig persönlich gut kennt, der weiß, wie groß meine Leidenschaft für unsere deutschen Synchronsprecher ist. Ich beschäftige mich in meiner freien Zeit sehr oft mit nichts anderem. Seit Jahren bastle ich an meiner persönlichen Sprecher-Datenbank herum und jeder Film wird hinsichtlich der Sprecher genauestens analysiert und unter die Lupe genommen. Und für einen wahren Fan ist es natürlich das Highlight im Leben, wenn man Möglichkeiten hat, seine „Stars“ live zu erleben. Im Gegensatz zu meinen Lieblingsbands ist das mit Synchronsprechern aber gar nicht so einfach. Nur selten begeben sie sich auf Tour um Lesungen zu halten oder ähnliches. Da kann man sich meine Freude über die „Drei ???“-Tour im letzten Jahr ja vorstellen. Denn die drei Sprecher der Hörspiel-Reihe sind nicht nur nebenbei sehr gefragte Synchronsprecher, sondern auch maßgeblich Schuld an meiner heutigen Leidenschaft. Eine Ausnahme sind Veranstaltungen wie die Horror-Literatur-Nächte, die im letzten Jahr im Bochumer Planetarium statt fanden. Mein Traum wurde wahr, als ich so zuerst Tobias Meister (Brad Pitt, Kiefer Sutherland, Tim Robbins uvm.), dann Frank Glaubrecht (Kevin Costner, Al Pacino uvm.) und zu guter Letzt David Nathan (u.a. Johnny Depp und Christian Bale) begegnete und mir auch gleich Fotos und Autogramme abholte.

Ansonsten hat man nur in Berlin regelmäßig die Möglichkeit den Sprechern (bzw. Schauspielern) nahe zu kommen, denn dort gibt es die Lauscherlounge in der regelmäßig diverse Sprecher diverse Lesungen halten. Lies den Rest dieses Beitrags

Werbe-Nostalgie | Von großen Stimmen und Ute, Schnute, Kasimir

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Es gab mal eine Zeit, da habe ich tatsächlich noch gern Fernsehwerbung geschaut. Und das lag ganz und gar nicht daran, dass die Spots besser oder die Produkte toller gewesen wären. Das lag einzig daran, dass man sich nach jedem Spot auf einen kleinen Comic freuen konnte. Entweder mit den Mainzelmännchen oder mit Ute, Schnute, Kasimir. Letztere liebte ich besonders, weil Kasimir ja soooo ein Süßer war. Das waren noch Zeiten, als man das Gefühl hatte, es ginge gar nicht um die Werbung, sondern nur um kreative Programmgestaltung.

Im Rückblick sind jedoch die Spots dazwischen ziemlich befremdlich. Wenn ich sie heute sehe, kann ich mich sogar an einige von Ihnen wieder erinnern. Unglaublich, aber wahr. Meine All-Time-Favourite-Spots (hier leider nicht zu sehen) waren „Storck Schokoladenriesen bitte, Frau Lange“ und Werther’s Echte „Heute bin ich der Großvater“. Ich habe mich beim Ansehen gefragt, warum diese Spots heute so befremdlich und anders wirken und wo eigentlich genau der Unterschied liegt. Zum einen waren die meisten Spots wesentlich kürzer und prägnanter. Zum anderen, waren sie meist über ihre gesamte Länge von einem Sprecher dominiert, der jedes Produkt bis ins Detail erklärte. Heute wird eine knackige Musik unter die Bilder gemischt und vielleicht sagt am Ende noch jemand etwas zum Produkt. Fertig. Wenn heute gesprochen wird, dann sprechen die Darsteller des Spots einen eigenen Text (wenn auch oft synchronisiert), wie in einem kleinen Film. Damals gab es das zwar auch gelegentlich schon, war aber nicht unbedingt die Regel. Die Protagonisten gaben hier vorrangig ihre Gesichter oder andere Körperteile her. Die damaligen Spots waren, im Vergleich zu den heutigen, in der Tonabmischung eine Katastrophe. Nix mit Dolby Surround, Dolby Digital und Digital Remastered!

Anders lässt sich der Klangunterschied nicht erklären, denn es waren zu großen Teilen bereits damals die großartigen Sprecher am Werk, die wir heute noch in den Spots oder als Synchronsprecher hören. Man erkennt ihre Stimmen sofort und doch klingen sie so anders. Aber genießen wir doch gemeinsam: Lies den Rest dieses Beitrags

Eine Kritik: Inside

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Inside Cover

Titel: Inside | À l’intérieur
Regie: Alexandre Bustillo, Julien Maury
Jahr: 2007
Produktionsland: USA
Genre: Horror / Splatter
Farbe

Nachdem ich mir für längere Zeit vorrangig Filme für Herz und Seele angesehen habe, war es gestern abend mal wieder Zeit für einen Horror-Schocker. „Inside“ sollte es werden. Ein Film auf den ich auf Jamie Fraters großartiger Seite listverse.com aufmerksam geworden bin. Jamie habe ich schon eine Menge guter Filme zu verdanken, vom Schmachtfetzen bis zum brutalsten Gore. Da ich ja, man mag es kaum glauben, immer für blutrünstigen Horror zu haben bin und Jamie sich derart positiv geäußert hat, dachte ich mir, es wäre an der Zeit mir eine eigene Meinung bilden.

Worum geht es?
Sarah ist hochschwanger und steht kurz vor der Niederkunft. Vier Monate vorher hatte sie jedoch einen schweren Autounfall, welchen sie selber nur knapp überlebt hat. Doch ihren Ehemann hat sie bei diesem Unglück verloren. Nun ist es Weihnachten und am nächsten Tag soll die Geburt eingeleitet werden. In ihrer schweren Situation ist ihr nicht nach der Gesellschaft ihrer Mutter und so beschließt sie, Weihnachten allein zu verbringen und der Geburt ihres Kindes entgegenzusehen. Was sie jedoch nicht ahnt ist, dass eine psychopathische Unbekannte, im Folgenden „La Famme“ genannt, ihr nach dem ungeborenen Kind trachtet. Bewaffnet mit einer Schere und später auch allem anderen, das man in einem Haus als Waffe gebrauchen kann, beginnt sie ein blutiges Schlachtfest, um sich dem Objekt Ihrer Begierde zu ermächtigen. Lies den Rest dieses Beitrags