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Allüren schüren

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Ist es nicht wunderbar wenn der Tag damit beginnt, dass mir schon am frühen Morgen die Galle überkocht?

Dass man auf RTL keine hohen Stücke halten kann, sollte für die meisten Menschen kein Geheimnis sein. Leider ist es das aber doch! Mir begegnen immer noch genug Menschen, die ihre Argumente mit dem Satz „Aber das hab ich bei RTL gesehen“ untermauern. Allein aus Gründen der Höflichkeit, breche ich derartige Unterhaltungen nicht auf der Stelle ab. Sollte ich aber! Besser wär’s! Denn RTL meidet guten Journalismus, wie Marcel Reich-Ranicki den Deutschen Fernsehpreis. Oder die guten Journalisten meiden RTL. Das ist wohl eher des Pudels Kern.
Wenn man sagt, RTL ist die BILD-Zeitung in bewegten Bildern, dann ist das schon lange nicht mehr falsch. Ihre enge Zusammenarbeit in den letzten Jahren darf da gern als endgültiger Beweis angesehen werden. So mag es kaum verwundern, dass ich sowohl der BILD-Zeitung, als auch RTL kaum mehr als das Datum glaube. Wenn das nicht schon zu viel ist.

Wie bereits erwähnt, bin ich ein großer Fan von Oslog.tv. Stefan Niggemeier und Lukas Heinser sind schon mal nach Oslo gereist und dokumentieren den ganzen Grand-Prix-Trubel in einem Video-Blog, kurz Vlog. Dort konnte man schon am Sonntag, Ausschnitte aus Lenas Pressekonferenz nach den ersten Proben sehen. Natürlich war auch eine Reporterin von RTL anwesend und es ereignete sich folgender Dialog: Lies den Rest dieses Beitrags

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In Memoriam

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Peer Schmidt (11.03.1926 - 08.05.2010)

Peer Schmidt (11.03.1926 - 08.05.2010)

Heute starb der Schauspieler Peer Schmidt in Berlin.

Er hat nicht nur in vielen Filmen Jean-Paul Belmondo synchronisiert, nein, er hat für mich persönlich auch noch eine ganz besondere Bedeutung. Dank Peer Schmidt war Marlon Brando in der deutschen Fassung von Endstation Sehnsucht genau so perfekt, wie in der originalen. Auch wenn Peer Schmidt natürlich nicht ansatzweise so genuschelt hat, wie Marlon es immer tat. Sein berühmter „Stellaaaaaaaaaa“-Ruf war Brandos Originalversion verblüffend ähnlich und absolut ebenbürtig. Peer Schmidt war, neben Gert-Günther Hoffmann, in meinen Augen die passendste und perfekteste Brando-Stimme. Leider durfte er das in nur zwei Filmen unter Beweis stellen. (Hoffmann durfte sogar nur ein Mal ran. Ich persönlich mochte Helmut Krauss auf Brando nie! Und Harald Juhnke auch nicht! So!)

Schaut man sich die deutsche Version von Endstation Sehnsucht an, so muss man zugeben, dass die Synchronisation wahnsinnig schlecht ist. Sie ist nahezu nie Lippensynchron, auf Labiale wurde keine Rücksicht genommen, teilweise ist der deutsche Satz schon beendet, während die Schauspieler ganz offensichtlich noch weiterreden, oder auch umgekehrt. Kein Vergleich zu der Qualität heutiger Synchronisationen, in denen auf jede Kleinigkeit geachtet wird, damit die Illusion perfekt bleibt. Dennoch muss man Peer Schmidt, Marianne Kehlau und Carola Höhn für Ihre Sprecherleistung in Endstation Sehnsucht anerkennenden Respekt zollen. Sie trafen die Emotionen auf den Punkt. Sie sprachen nicht, sie spielten die Rollen mit aller schauspielerischen Leidenschaft!

Weitere Hörproben:

Nun ist Peer Schmidt im Alter von 84 Jahren (auch wenn jetzt fälschlicherweise alle 86 Jahre titeln) nach länger Krankheit gestorben. Mit ihm verließ der Letzte der Endstation Sehnsucht Riege (sowohl an Schauspielern, als auch die Sprechern) die große Bühne des Lebens.

Danke Peer für Deine tolle Stimme. Mögest Du in Frieden ruhen. Grüße mir Marlon auf seiner Wolke!

Ich bin dann mal kurz verliebt…

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Eigentlich wäre längst ein neuer Artikel fällig, statt dauernd nur Links und Videos zu posten. Den drei Leuten, die tatsächlich darauf warten, sei versprochen, er ist in der Mache…

Aber bevor es soweit ist, kann ich Euch dieses Meisterwerk von Fredrik Larsson nicht vorenthalten. Jetzt werdet ihr Euch natürlich fragen, wer denn der andere ist. Naja, Fredrik Larsson eben! Es handelt sich hier um nur eine einzige Person!
Nicht nur ein gigantischer Spaß für Serien-Fans; auch für Musikliebhaber und alle, die auf talentierte, dunkelhaarige Schweden stehen. Also ein Video wie für mich gemacht! 😉

Wer das jetzt schon mochte, wird auch das hier lieben:
32 Songs in 8 Minuten –    Ich liebe, liebe, liebe es!
Für alle erklärten Zelda-Fans (wie mich) –   Zeigt übrigens wie instrumental talentiert der Knabe tatsächlich ist!!

Und dann bin ich noch auf das hier gestoßen:

(Abwarten! Die erste Minute lässt die Genialität nicht erahnen, die dann noch kommt.)

Was in Kinderhirnen manchmal so vor sich geht…

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Manchmal geht das Leben schon ungewöhnliche Wege. Als ich diesen Blog eröffnete, war ich vor allem von der Angst getrieben, dass ich nicht wissen könnte, worüber ich schreiben soll, dass mir ganz schnell die Themen ausgehen könnten. Doch mittlerweile sprudelt es in meinem Kopf nur so vor Ideen. Ich weiß gar nicht, wann ich all das hier niederschreiben soll, was bisher schon so auf meiner Liste steht.

Vielleicht ist mein Blog ein wenig ungewöhnlich. Er widmet sich weder einem speziellen Thema, noch ähnelt er den anderen Blogs, die vorrangig als öffentliche Tagebücher fungieren. Auch haben meine Beiträge nicht die übliche Länge, sondern ufern nicht selten in halbe Romane aus. Dass dadurch ständig das Damokles-Schwert über mir hängt,  meine Leser abzuschrecken oder zu langweilen, ist mir bewusst.
Meine ursprüngliche Intention lag darin, mehr und mehr Schreiberfahrung zu erlangen und an meinem Schreibstil zu feilen. Das trifft auch noch immer zu, aber ich gebe zu, dass dieser Blog mittlerweile eher zu einer Spielwiese für mein unbändiges Mitteilungsbedürfnis geworden ist. Alles was mir irgendwie und irgendwann so durch den Kopf geht, erweckt in mir zeitgleich das Bedürfnis, es hier zu verewigen.

So findet auch mein momentaner Gedanke seinen Weg in dieses kleine Blöglein. Ich habe gerade, wohl zum fünfundzwanzigsten Mal, den wunderbaren Film „Meuterei auf der Bounty“ mit meinem geliebten Marlon Brando gesehen. Macht euch schon mal auf eine weitere endlose Liebeserklärung gefasst. 😉

Der Film spielt in den Jahren 1787-1790 und wurde 1962 gedreht. Und während ich gerade den Film genoss, erinnerte ich mich schmunzelnd daran, dass ich in meiner Kindheit, als ich weder Ahnung vom Leben noch vom Filmgeschäft hatte, immer glaubte, alle Filme seien in der Zeit gedreht worden in der sie spielen. Das führte gleichzeitig zu der Annahme, dass der Mensch schon seit ungefähr 500 Jahren Filme dreht. Seltsamerweise war mir dennoch bewusst, dass es sich um Schauspiel handelt. Als Kind habe ich die Serie „Unsere kleine Farm“ geliebt. Die Geschichte der Serie beginnt ca. im Jahre 1873 und wurde 1974-1983 gedreht. In der Zeit in der ich die Serie verfolgte, glaubte ich zwar nicht unbedingt sie wäre 1873 gedreht worden, weil mir gar nicht bewusst war, wann die Serie spielen sollte, sondern glaubte, dass man in Walnut Grove, Amerika, immer noch so rückständig lebt, sich mit Pferd und Wagen fortbewegt und zu Sechst auf 30m² lebt. Weiß der Henker, was damals in meinem Kopf vorging.
Dieser sehr lustige Gedanke erinnerte mich wiederum daran, dass auch mein Vater in seiner Kindheit einem sehr lustigen Irrglauben aufgesessen war. Immer wenn in einem Film jemand erschossen oder anderswie ermordet wurde, war er davon überzeugt, dass man für diese Rollen Verbrecher engagiert hatte, die eh die Todesstrafe hätten bekommen sollen, um diese dann vor der Kamera zu vollstrecken. Man hätte ja schlecht gute und unschuldige Menschen für einen Film erschießen können. 😀

Nun frage ich Euch:
Welchen seltsamen Irrglauben seid Ihr in Eurer Kindheit auf den Leim gegangen? Dabei ist es völlig egal, ob es sich auf Filme oder ganz andere Lebensbereiche bezieht. Wovon wart Ihr als Kind felsenfest überzeugt, von dem Ihr heute wisst, dass es absoluter Nonsens ist? Von Weihnachtsmann und Osterhase möchte ich hier allerdings nichts hören…
Ich freue mich sehr auf Eure Kommentare!!!

Werbe-Nostalgie | Von großen Stimmen und Ute, Schnute, Kasimir

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Es gab mal eine Zeit, da habe ich tatsächlich noch gern Fernsehwerbung geschaut. Und das lag ganz und gar nicht daran, dass die Spots besser oder die Produkte toller gewesen wären. Das lag einzig daran, dass man sich nach jedem Spot auf einen kleinen Comic freuen konnte. Entweder mit den Mainzelmännchen oder mit Ute, Schnute, Kasimir. Letztere liebte ich besonders, weil Kasimir ja soooo ein Süßer war. Das waren noch Zeiten, als man das Gefühl hatte, es ginge gar nicht um die Werbung, sondern nur um kreative Programmgestaltung.

Im Rückblick sind jedoch die Spots dazwischen ziemlich befremdlich. Wenn ich sie heute sehe, kann ich mich sogar an einige von Ihnen wieder erinnern. Unglaublich, aber wahr. Meine All-Time-Favourite-Spots (hier leider nicht zu sehen) waren „Storck Schokoladenriesen bitte, Frau Lange“ und Werther’s Echte „Heute bin ich der Großvater“. Ich habe mich beim Ansehen gefragt, warum diese Spots heute so befremdlich und anders wirken und wo eigentlich genau der Unterschied liegt. Zum einen waren die meisten Spots wesentlich kürzer und prägnanter. Zum anderen, waren sie meist über ihre gesamte Länge von einem Sprecher dominiert, der jedes Produkt bis ins Detail erklärte. Heute wird eine knackige Musik unter die Bilder gemischt und vielleicht sagt am Ende noch jemand etwas zum Produkt. Fertig. Wenn heute gesprochen wird, dann sprechen die Darsteller des Spots einen eigenen Text (wenn auch oft synchronisiert), wie in einem kleinen Film. Damals gab es das zwar auch gelegentlich schon, war aber nicht unbedingt die Regel. Die Protagonisten gaben hier vorrangig ihre Gesichter oder andere Körperteile her. Die damaligen Spots waren, im Vergleich zu den heutigen, in der Tonabmischung eine Katastrophe. Nix mit Dolby Surround, Dolby Digital und Digital Remastered!

Anders lässt sich der Klangunterschied nicht erklären, denn es waren zu großen Teilen bereits damals die großartigen Sprecher am Werk, die wir heute noch in den Spots oder als Synchronsprecher hören. Man erkennt ihre Stimmen sofort und doch klingen sie so anders. Aber genießen wir doch gemeinsam: Lies den Rest dieses Beitrags