Schlagwort-Archive: worldofWORKcraft

Verdammte Axt

Standard

Wenn ich heute noch einmal “Scheiße-Pisse-Kacke-Arsch-MeineFresse-Fickdiehenne“ höre, drehe ich durch. Es ist unglaublich wie manche Kollegen es mit ihrer völlig grundlosen schlechten Laune und ihrem dauerhaft Genervtsein schaffen, einem die absolut phantastische Laune zu vermiesen, mit der man ursprünglich auf die Arbeit gekommen war. Und so erlebte ich einen Sturz auf meinem Stimmungsbarometer von achtundneunzig auf null. Widerlich finde ich das. Und vor allem unverschämt. Verdammte Axt, ey!

Was mich aber heute immer wieder aufmuntern konnte und darum auch gefühlte vierundsiebzig Mal von mir gehört wurde, möchte ich jetzt gern mit Euch teilen:

Einbettung folgt

Advertisements

Ein kurzer Lagebericht

Standard

Zunächst einmal vielen Dank für’s Daumen drücken, und vor allem die Glückwünsche und das Mitfreuen.

Wer mich kennt, der weiß wofür er mir da die Daumen drücken sollte. Für die Allgemeinheit beschränke ich es jetzt einfach mal auf folgende Angaben: Ich habe mich um ein Ehrenamt beworben, das mir ein wahres Herzensanliegen ist, welches aber auch eine einjährige Ausbildung umfasst. Bevor man einen solchen Ausbildungsplatz bekommt, werden die Aspiranten ordentlich unter die Lupe genommen, damit die Verantwortlichen feststellen können, ob man sich überhaupt für dieses Ehrenamt eignet. Außerdem kam hinzu, dass die Ausbildungsplätze in diesem Jahr recht begehrt waren und schon allein deshalb ein wenig „gesiebt“ werden musste. Aber ich hatte Glück….

Nachdem ich vor zwei Monaten ein erfolgreiches Erstgespräch hinter mich gebracht hatte, stand am Samstag der große Auswahltag an. Dazu waren alle Bewerber eingeladen. Es war wirklich ein schöner Tag. Die Verantwortlichen hatten alles perfekt geplant und durchstrukturiert. Der Tag beinhaltete ein gegenseitiges Kennenlernen, eine Darstellung der aktuellen Lebenssituationen der Bewerber, ein Rollenspiel und auch einige „Fallbeispiele“ zu denen wir unsere Gedanken mitteilen sollten. Zwischendrin gab es eine Mittagspause mit warmer vegetarischer (!) Suppe und eine Kaffeepause 😉
Die Gruppe war wunderbar. Ich habe am Samstag ein paar ganz tolle Menschen kennengelernt und freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit ihnen. Übernächstes Wochenende findet ein Einführungswochenende statt (inkl. Übernachtung, was ich persönlich irgendwie nicht so mag) und ab dann werde ich ein Jahr lang jeden Mittwoch Abend ausgebildet. Ich bin wahnsinnig aufgeregt, aber ich freu mich wie Bolle.

In der Zukunft werde ich es vermeiden mich an dieser Stelle großartig zu diesem Ehrenamt oder meiner Ausbildung zu äußern. Vier bis fünf meiner Leser werden in den nächsten Tagen sowieso einen ganz persönlichen Bericht bekommen, weil mir das sehr am Herzen liegt. Menschen mit Premiumabo müssen sich da sowieso keine Sorgen machen 😉
Was gibt es sonst noch?
Ach ja, ich liebe meinen neuen Job! Die Kollegen sind super, die Atmosphäre ist phantastisch, meine Aufgaben sind anspruchsvoll, machen mir aber wahnsinnig viel Spaß. Ich bin so glücklich, dass ich mich im Moment an jedem Morgen übers Aufstehen freue. Und in meinem Fall will das wirklich was heißen. Wenn mir etwas zuwider ist, dann ist es frühes Aufstehen. Heute habe ich eine sehr umfangreiche SAP-Schulung hinter mir, die morgen in die zweite Runde geht. Mir raucht wirklich der Kopf und ich musste mit Schrecken feststellen, dass ich trotz Wirtschaftsabi und kaufmännischer Ausbildung von Finanzbuchhaltung und Kontierung absolut keine Ahnung habe. Herrje, ist das peinlich! Ich sage zwar noch immer, dass es nichts gibt, was man nicht lernen kann, aber so langsam beginne ich mich zu fragen, ob ich mich an der VHS nicht lieber zum Buchhaltungs- statt zum Französisch-Auffrischungskurs hätte anmelden sollen.

Was der Aufnahme des vielen neuen Inputs allerdings weniger zuträglich ist, ist die Tatsache, dass ich mir eine dicke Grippe zugezogen habe. Schon am Samstag quälten mich schlimme Nackenschmerzen, was meine Konzentration zunächst stark beeinträchtigte. Dass diese Schmerzen ein Grippevorbote waren, bemerkte ich erst am Abend, als sich Hitzewellen und Schüttelfrost im 10-Minuten-Takt die Klinke in die Hand gaben. Im Moment quäle ich mich mit Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, einem fiebrigen Gefühl (zum Glück noch kein wirkliches Fieber) und komplett zu sitzenden Bronchen. Das ist wirklich grandios, wenn man gerade vor zwei Wochen einen neuen Job angefangen hat. Also bin ich heute erstmal in die Apotheke gestiefelt und hab mich mit Medis eingedeckt. Die Apothekerin legte mir in Bezug auf meine Bronchen auch gleich einen Arztbesuch „sehr ans Herz“. Na, danke Schätzchen, das brauche ich jetzt. Dass mir mein Doc Antibiotika aufs Auge drückt und mich ins Bett zwingt.
Nee, nee, das werde ich wohl mit Paracetamol und Mucosolvan noch selbst in den Griff bekommen. Ich will es hoffen!

So, ich verschreibe mir jetzt eigenmächtig eine Feierabendbettruhe und bitte um Verständnis dafür, dass ich mich in den nächsten Tagen erst einmal gesund pflegen werde.

About Hollywood, bäd englisch and small penises

Standard

Auch wenn ich früher oft über ihn geschimpft habe, so fehlt er mir doch sehr, mein alter Job. Doch mit ihren unbarmherzigen dürren Fingern, riss ihn sich die Wirtschaftskrise unter den Nagel. Was sie mit ihm (und den Jobs vieler anderer Leute) angestellt hat, vermag ich nicht zu sagen. Aber vielleicht kommt ja nach der Inflation in Robin-Hood-Manier ein Wirtschaftswunder daher, und gibt den Armen und Schwachen das Diebesgut endlich wieder zurück.

Nachdem ich acht Monate lang Zeit hatte, die vielen dazugewonnen überflüssigen Stunden des Tages in meine Synchronsprecher-Datenbank zu stecken (deren enorme Fortschritte, ich erinnere gern noch mal daran, ja dann in nur einer Stunde mit rabiater Gewalt wieder zunichte gemacht wurden – was für eine unglaubliche Verschwendung an Lebenszeit…), kam dann aber doch noch ein guter Samariter des Weges. Dieser Samariter war mein ehemaliger Chef, der die Firma schon zwei Jahre vor allen anderen freiwillig verlassen hatte, mittlerweile selbstständig ist und freundlicherweise noch einmal an mich dachte. In seiner Selbstständigkeit dreht er an vielen Rädern (noch keines davon wirklich groß) und verkauft gefühlte 20 Produkte unter gefühlten 15 Firmennamen, die alle nicht das geringste miteinander zu tun haben. Doch tief in unseren Herzen, hoffen sowohl er als auch ich, doch nochmal in die alte Branche zurückkehren und wenigstens wieder das selbe Produkt wie damals verkaufen zu können.

Nun tauchte vor einiger Zeit ein netter Herr aus Irland auf, der zufällig genau dieses Produkt verkauft und noch „Dealer“ (wir benutzen dieses Wort so tatsächlich!) für Europa sucht. Nach tagelangem Emailverkehr flog der gute Mann heute bei uns ein. Da aber mein Chef Deutsch, Englisch, Schwitzerdütsch und Hände und Füße miteinander vermischt, was zu einem oft undefinierbaren Wortbrei führt, musste die gute Frau Brummsel mal wieder (wie früher) als Übersetzerin ran. Doch Ojeee, kennt ihr diese Tage, an denen man aus unbekannten Gründen einen Knoten in Zunge und Hirn hat? Ausgerechnet heute war dieser Tag! Erst habe ich noch geglaubt, ich täte mich deshalb im Übersetzen so schwer, weil mein Cheffe sich den ganzen Tag so verquer ausgedrückt hat, dass ich den Sinn seiner Sätze schon in Deutsch kaum verstanden habe.Vielleicht hat ja heute einfach jeder einen Knoten in Zirn und Hunge. Schlechtes Karma? Warum war dann aber das Englisch des Iren so perfekt? To make a long story short, ich haspelte mir ordentlich einen zurecht. Den ganzen langen Tag ärgerte ich mich über mich selber green and black, und wäre am liebsten in the earthground disappeared. Lies den Rest dieses Beitrags